Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Prolog

 

Mein E-Mail-Postfach wird sehr häufig zugespammt. Ich möchte behaupten, dass 90 Prozent der Mails die ich bekomme sinnlos sind und so kommt es auch, dass ich ab und an nur noch genervt auf bestimmte Mails reagiere und sie dann unter „Schaue ich mir später noch mal genauer an“ abhefte, wo ich sie dann meistens vergesse und irgendwann dann auch lösche. In diesem Ordner ist auch die E-Mail vom Blog der-nachhilfe-lehrer.de gelandet, doch eben musste ich die Mail dann doch noch einmal raus suchen, nachdem ich eben über Paypal eine Spende von Reinhold Altmann erhalten habe. Er ist der Betreiber des Blogs und nun bin ich dann doch neugierig auf den Blog geworden, den er dort betreibt.

Nein, das bedeutet jetzt nicht, dass ich mir jetzt jede Seite anschaue, nur wenn ihr mir eine Spende schickt. Ich bin immer noch der Meinung, dass das mit den Links viel besser klappt, wenn ihr hier einfach Kommentiert. Ich schaue mir nämlich tatsächlich die Seiten von meinen Kommentatoren an und wenn es passt, dann schreibe ich auch ab und an mal eine Blogvorstellung. So wie auch jetzt, denn das Thema „Lernen“ ist in diesem Blog ja immer präsent, denn dieser Blog ist ja aus genau diesem Grund entstanden.

Lernen

Der-Nachhilfe-Lehrer.de

 

Nachhilfe ist wichtig. Sie hilft Schülern und Schülerinnen dabei gute Leistungen zu bringen, auch wenn das Lerntempo in der Schule viel zu schnell für sie ist, oder die Lernmethode die Falsche ist. Nicht jeder Mensch ist gleich, weswegen es viele Schülerinnen und Schüler gibt, die nicht in das Standardformat „Schule“ passen. Das Problem ist, dass Nachhilfe meist Geld kostet, weswegen Schüler und Schülerinnen, die aus einer finanzschwachen Familie kommen, meist auf der Strecke bleiben. Sie bekommen schlechte Noten, weil sie keine individuelle Förderung erhalten. Daraus folgt dann meist ein schlechter Schulabschluss, der mit der richtigen Förderung nicht nötig gewesen wäre und daraus folgen dann die schlechteren Chancen auf einen Ausbildungsplatz und in der Arbeitswelt.

Ja, ich schweife ab, aber der Punkt ist, dass jedes Nachhilfeangebot, welches, wenn auch nur teilweise, kostenlos ist, wichtig ist. Ein solches Angebot gibt es auf dem Blog „Der-Nachhilfe-Lehrer.de“. Hier geht es um Nachhilfe in den Fächern Englisch und Mathe.

Der Blog gehört zum learnzept.de-Portal, auf dem es dann eben doch um kostenpflichtige Nachhilfe-Angebote geht. Die Inhalte im Blog selbst sind aber kostenlos und somit auch für Schülerinnen und Schüler zugänglich, die sich eine kostenpflichtige Nachhilfe nicht leisten können. Natürlich sind das nur Auszüge aus den Themen, die den Schülern und Schülerinnen Schwierigkeiten machen, aber eventuell reichen diese ja schon aus, um ihnen über das Hindernis hinweg zu helfen, welches zwischen den Schülern und der erfolgreichen Bearbeitung des Lernstoffes steht.

Zusätzlich gibt es Tipps zur Vorbereitung auf Klausuren und zum bearbeiten von Schulaufgaben. Auch das kann für Schülerinnen und Schüler schon eine enorme Erleichterung sein. Es folgen wohl auch noch Probeklausuren und Probeaufgaben, jedenfalls gibt es hierfür schon Unterseiten, und diese wird es ja nicht einfach nur aus Spaß geben.

Wenn jetzt noch Tipps und Tricks zum richtigen Lernen hinzu kommen würden, könnte der Blog zu einer wichtigen Anlaufstelle werden, auch dann, wenn es natürlich ein Blog ist, der auf das kostenpflichtige Portal hinweisen soll, von dem er Betrieben wird.

Zur Zeit lese ich das Buch “Die digitale Bildungsrevolution” (Amazon Partnerlink) von Jörg Dräger und Ralph Müller-Eiselt. Durch die Lektüre bin ich auf die “Peer-to-Peer-University” gestoßen, die sofort mein Interesse geweckt hat. Neugierig, wie ich nun einmal bin, würde ich dieses Lernwerkzeug gerne einmal testen, doch dazu brauche ich noch zwei Dinge.

  1. Erstens brauche ich ein Thema für einen Kurs und
  2. Zweitens brauche ich noch ein paar Menschen, die dann mit mir zu diesem Thema eine Lerngruppe bilden.

 

Genau das ist nämlich das Prinzip der “Peer-to-Peer-University”. Dort können sich Menschen in einem virtuellen Lernraum zusammentun, um dann gemeinsam ein Thema zu erschließen. Und genau das würde ich auch gerne einmal ausprobieren. Klappt das Lernen in einer solchen Gruppe wirklich? Kann sich eine Gruppe von Menschen ein Thema wirklich selbst erschließen, indem sie gemeinsam auf der Suche nach passenden Lernquellen gehen und daraus Lernmaterialien erstellen? All das würde ich gerne herausfinden, schon deswegen, weil lebenslanges Lernen in der heutigen Zeit verdammt wichtig ist und solche Lerngruppen dann ein Puzzleteil dafür sein könnten.

Vielleicht interessiert es euch ja auch und vielleicht habt ihr gerade auch ein Thema, dass euch brennend interessiert und das sich für eine solche Lerngruppe eignet. Dann hinterlasst doch einfach mal einen Kommentar und vielleicht finden wir uns als Lerngruppe dann zusammen. Ich würde mich auf jeden Fall darüber freuen.

Schweriner See

Ich sitze gerade hier, starre in den Bildschirm, lese Blogartikel, schreibe. Natürlich weiß ich, dass ich jetzt eigentlich andere Dinge machen sollte, Dinge, die ich schon vor mehreren Tagen hätte fertig haben sollen, für die ich schon Monate Zeit hatte und die ich nicht gemacht habe, weil die Zeit viel zu schnell verging, sie einfach weg war, ich nichts geschafft habe, ich einfach nur hier saß und starrte.

Ich weiß nicht, warum ich derzeit die Zeit einfach verstreichen lasse, warum ich die Dinge, die ich am Horizont sehe, die ich mir schon ausgemalt habe, die ich umsetzen möchte, warum ich diese Dinge nicht umsetze. Ich sitze hier, Träume davon, dass ich das alles mache, wie es wäre, wenn ich es mache, wie sich die Erfolge anfühlen würden, die ich dort am Horizont schon sehen kann – aber ich greife nicht nach ihnen. Ich sitze hier und starre.

Gestern Nacht stand ich auf, nachdem mein Kopf mich wieder nicht schlafen lies, sich so viele Gedanken in ihm ansammelten. Ich stand auf und schrieb mir zwei Gedankengänge auf. Zwei Gedankengänge zu einer Geschichte, die ich schon seit zwei Jahren überarbeiten will, die ich schon am Horizont vor mir sehe, die ich in der Gegenwart aber nicht anfasse. Jetzt habe ich diese zwei Gedankengänge, habe sie auf Papier verewigt und jetzt werden sie verstauben.

Ich habe Träume, ich kann sie am Horizont sehen, kann nach ihnen greifen, aber ich mache es nicht. Ich sitzt hier uns starre, starre in den Horizont, überlege, Tagträume, überlege, lenke mich ab, greife nicht zu. Bevor ich zugreifen kann, muss ich etwas machen, ich mich motivieren, muss es anpacken, packe es nicht an, weil die Motivation fehlt.

Ich verbaue mir meinen Horizont, versuche mich zu befreien, schreibe, um mich zu befreien – finde Motivation, aber nur für wenige Sekunden, einem Wimpernschlag, schon ist sie wieder weg, verflogen, ein weiterer Ziegelstein, der mir die Sicht auf meinen Horizont versperrt.

Ist das überhaupt mein Horizont, den ich dort sehe? Ist es das, was ich will? Oder verfliegt die Motivation so schnell, weil es nicht meine Motivation ist? Nein, sie verfliegt so schnell, weil mich von hinten die Sorgen einholen, die mich lähmen, die mich festhalten, die es mir unmöglich machen, mich auf den Horizont zu konzentrieren. Schließlich lebe ich jetzt und schließlich muss ich jetzt Geld verdienen, damit ich jetzt meine Kosten decken kann. Der Horizont dort, der ist noch soweit weg, der ernährt mich nicht in der Gegenwart – aber auch nicht in der Zukunft, weil der Horizont, den ich sehe, nicht die Zukunft sein kann, weil die Gegenwart lähmt, weil sie mich festhält, weil sie nicht loslässt. Sie soll mich loslassen, soll mich machen lassen, soll mir dabei zusehen, wie ich die Zukunft gestalte, aber sie will nicht.

Ich schreibe. Schreibe meine Gedanken nieder, finde die Motivation für einen Wimpernschlag, sehe sie, sehe, wie sie verschwindet, wie sie dem Horizont entgegen fliegt und mich allein lässt. Allein mit den Dingen, für die es eigentlich schon zu spät ist, in der Hoffnung, dass ich gleich beginne die Mauer einzureißen, die sich vor meinem Horizont aufbaut.

Die Mauer ist schon so groß, dass sich schon ein Sprayer dran verewigt hat. In großen Buchstaben steht dort: „VERSAGEN“

 

Thema geklaut bei Blogideekasten

Lernen

Im Internet gibt es ja so einige Marathons. Lesemarathons zum Beispiel sind sehr beliebt und bringen Leseratten dazu, ein ganzes Wochenende nur zum Lesen zu verwenden. Nun habe ich mir überlegt, dass ein solches Mittel nicht nur zum Lesen verwendet werden kann, sondern auch zum Lernen und deswegen möchte ich am nächsten Wochenende – also vom 17.10 bis zum 19.10 – den ersten Lernmarathon hier im Blog veranstalten.

Zusammen lernt es sich einfach einfacher und warum sollten wir uns nicht gegenzeitig motivieren? Vorgestellt habe ich mir, dass sich hier kurz jeder meldet, der mitmachen möchte. Vielleicht lassen sich auch einige „Lerngruppen“ finden, dazu solltet ihr natürlich auch kurz sagen, welche Themengebiete ihr beim Lernmarathon bearbeiten wollt. Eure Lernfortschritte könnt ihr dann auf eurem Blog dokumentieren, oder hier in den Kommentaren, wobei ich dazu dann am Freitag noch einen extra Artikel online stellen würde.

Um Lerngruppen zu organisieren, bietet sich twiddla.com an. Hierbei handelt es sich um einen Raum, wo ihr alles Mögliche machen könnt. Ihr könnt euch dort miteinander per Headset unterhalten, könnt dort Zeichnen, schreiben, Formeln austauschen und noch viel mehr. Ein idealer Ort also, um sich in einer virtuellen Lerngruppe auszutauschen. Links zu den einzelnen Räumen könnte ich dann am Freitag ebenfalls in den Artikel einbinden, wenn sich Lerngruppen zusammenfinden.

Wenn ihr also Lust auf einen Lernmarathon habt, meldet euch hier in den Kommentaren. Ich freue mich auf jeden, der mitmachen möchte.

Vokabel-HäfftLetzte Woche hatte ich euch ja schon angekündigt, dass ich von Häfft wieder zwei neue Produkte habe, die ich euch vorstellen möchte. Dabei handelt es sich einmal um ein Vokabel-Häfft speziell für Türkisch und zum anderen um ein Vokabel-Häfft, welches für alle Sprachen genutzt werden kann. Wofür ich das Universal-Vokabelheft verwende, weiß ich noch nicht so genau, das Türkisch-Vokabelheft wird mich allerdings durch eine andere Aufgabe begleiten, denn wie ihr wisst, möchte ich ja Türkisch lernen, auch wenn dieses Vorhaben schon einige Zeit auf Eis liegt. Aber zurück zu den Vokabelheften.

Unterschiede zwischen Vokabelheft und Vokabelhäfft

 

In der Schule konnte ich mit den normalen Vokabelheften nicht viel anfangen. Es war einfach ein normales liniertes Heft mit einem senkrechten Strich in der Mitte der Seite. Deswegen habe ich mir auch nie wirklich ein Vokabelheft gekauft, sondern einfach normale A4-Seiten umfunktioniert. Nein, das stimmt so nicht ganz, denn in der Grundschule waren Vokabelhefte Pflicht, also hatte ich dort eines, was aber nicht bedeutet, dass ich es auch genutzt habe 😉

Hätte ich damals ein Vokabel-Häfft gehabt, wäre es wohl ein wenig anders gewesen, auch wenn das A5-Format ein wenig unhandlich ist und nicht unbedingt in die Jackentasche passt, wenn man unterwegs lernen möchte. Aber das ist auch schon der einzige Nachteil gegenüber einem normalen Vokabelheft – solange es sich bei diesem um ein A6-Vokabelheft handelt. Jetzt aber zum Vokabelheft.

Vokabeln im Vokabel-Häfft

Auf der dritten Seite des Heftes kann man sich erst einmal die wichtigsten Lernpartner für die Sprache notieren. Platz ist für vier Personen, die mit Namen, E-Mail-Adresse und Telefonnummer erfasst werden können. Außerdem besteht die Möglichkeit sich seine Noten zu notieren, wobei hier die Vorjahresnote, die Halbjahresnote und die Endjahresnote erfasst werden können. Zusätzlich natürlich auch die Noten der Klassenarbeiten und die der Tests, Platz ist für 18 Noten.

Auf den folgenden Seiten könnt ihr dann eure Vokabeln notieren, was in einem Vokabelheft erst einmal nichts Besonderes ist. Doch neben den Vokabeln gibt es noch neun kleine Kästchen, die beim Lernen helfen, denn hier kann man für jede Wiederholung ein Häkchen machen. Ich würde empfehlen, dass man es nur bei jeder erfolgreichen Wiederholung macht, wenn man also die Vokabel aus dem Kopf heraus übersetzen konnte.

In der Mitte des Vokabel-Häfftes findet Wissenswertes über das Land, wo die Sprache herkommt, findet wichtige Grammatiktipps zur Sprache sowie die wichtigsten Zahlen, die Wochentage, Monate und die Jahreszeiten. Das Universal-Vokabel-Häfft ist ein wenig anders aufgebaut, da hier nicht bekannt ist, für welche Sprache das Vokabel-Häfft bestimmt ist.

Mitte vom Vokabel-Häfft

Am Ende der Häffte gibt es dann noch eine Seite, welche für die Vokabeln bestimmt ist, die einfach nicht im Kopf bleiben wollen. Könnte man in einem normalen Vokabelheft zwar auch machen, aber wer denkt schon an so was? So hat man die wirklich schwierigen Vokabeln immer griffbereit am Ende des Heftes und man kann in der Pause noch einmal schnell gezielt diese Vokabeln üben, wenn man denn glaubt, dass das noch etwas bringt ;-).

Vokabel-Häfft Universal

Durch die lustige Gestaltung der Hefte macht es auch Spaß, die Hefte überhaupt in die Hand zu nehmen. Und wenn dieser Schritt erst einmal geschafft ist, dann fällt es auch leichter das Heft aufzuschlagen, und die Vokabeln tatsächlich zu lernen. Und es gibt die Häffte nicht nur für Türkisch und „Universal“, sondern auch für viele andere Sprachen. Eine Auswahl findet ihr auf den Seiten vom Häfft-Verlag.

Lernen ist schwer. Ihr wisst sicher was ich meine, wenn ich diesen Satz schreibe. Ich gehe sogar weiter, denn lernen ist unmöglich. Zumindest, wenn man es in den eigenen vier Wänden machen soll. Kaum sitzt man am Schreibtisch und hat das Heft mit der zu lösenden Aufgabe vor sich liegen, fällt einen auf einmal ein Schrank auf, den man schon mindestens 10 Jahre nicht mehr beachtet hat. 10 Jahre ist eine lange Zeit, und so kommt es, dass der Schrank auf einmal interessanter ist, als das Heft mit der Aufgabe, welche man eigentlich lösen sollte. Wir können das Heft mir der Aufgabe auch gerne gegen Vokabeln auf Karteikarten austauschen, es bleibt dasselbe, der Schrank ist interessanter. Was verbirgt sich wohl in diesem Schrank, den wir 10 Jahre nicht mehr angesehen haben? Wahrscheinlich könnte man ihn mal wieder entrümpeln, um für die vielen Hefte einen Platz zu finden, wo sie sicher sind, wenn wir einmal nicht lernen müssen. Wir gehen also zum Schrank, der bedeutend wichtiger ist, als das Lernen und öffnen ihn. Wahrscheinlich hätten wir den Schrank gar nicht beachtet, wenn wir nicht hätten lernen müssen und er wäre weitere 10 Jahre unbeachtet gewesen. Was natürlich gut für die kleinen Monster gewesen wäre, die sich in den letzten 10 Jahren darin versteckt hatten, aber das ist ein anderes Thema.

Wir öffnen also den Schrank und finden viele interessante Dinge. Zum Beispiel den Brief von einer Person, die wir schon jahrelang (also mindestens 10 Jahre) nicht mehr gesehen haben. Erinnerungen werden wach und diese brauchen ihren Platz, an Lernen ist jedenfalls erst einmal nicht zu denken.

Oder man findet eine alte Kassette, die man schon mehrere Jahre (und mit mehreren Jahren sind mindestens 10 gemeint) nicht mehr gehört hat. Zufällig findet man auch den Walkman, mit dem man die Kassette jetzt hören kann und es werden Erinnerungen wach, die natürlich ihren Platz brauchen. Zum Lernen ist jedenfalls kein Platz vorhanden.

Nach der Kassette fallen einen dann Fotos in die Hand. Fotos, die man schon längere Zeit nicht mehr angesehen hat (und mit längere Zeit meine ich natürlich mindestens 10 Jahre). Erinnerungen werden wach, die natürlich ihren Platz brauchen. Zum Lernen fehlt natürlich weiterhin der Platz.

Inzwischen sind vier Stunden vergangen, die Sonne (wir haben Sommer) verschwindet langsam, aber es ist noch genügend Licht da, um ohne Licht am Schreibtisch zu sitzen, und zu lernen.

Wir gehen also zum Heft mit der Aufgabe die wir lösen sollen, welches wir inzwischen mit Vokabeln auf Karteikarten ausgetauscht haben, und wollen nun endlich anfangen mit dem Lernen. Da fällt unser Augenmerk auf eine Pflanze. Eine Pflanze, die nur noch lebt, weil sich abwechselnd die Katze und deine Mutter darum gekümmert haben. Sie sieht nicht mehr gut aus, die Pflanze, und eigentlich müsste man etwas machen, damit es der Pflanze wieder gut geht.

Wir gehen also zum Computer, rufen Google auf und geben ein „Wie rette ich meine Pflanze“. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, um was für eine Pflanze es sich da eigentlich handelt. Man sucht also bei Google ein Pflanzenlexikon, in welchem man dann die Pflanze identifizieren kann, indem man Bilder studiert. Nach zwei Stunden, draußen ist es inzwischen dunkel geworden, findet man die Pflanze, und kann nun bei Google nach Tipps suchen, wie man die Pflanze retten kann. Nach einer weiteren Stunde hat man sich dann genügend Wissen über die Pflanze angelesen, und beschließt, sie gleich am nächsten Tag zu retten.
Zufrieden schaltet man den Computer aus und geht sich danach die Zähne putzen, bevor man sich dann ins Bett legt und zufrieden einschläft.

Am nächsten Morgen wacht man schweißgebadet auf, weil man von seiner Aufgabe im Heft geträumt hat, welche man durch Vokabeln auf Karteikarten ausgetauscht hat. Man fragt sich, wie die anderen es immer schaffen, diese Dinge pünktlich fertigzubekommen, während man selbst aufs Frühstück verzichten muss, damit man, auf dem Weg zur Klausur, wenigstens noch ein wenig Lernen kann.

Vor einiger Zeit habe ich ein einer Schreibwerkstatt teilgenommen. Es war die Erste, die ich besucht habe. Mit 90 Minuten Schreibübungen und noch einmal 90 Minuten kritisieren von Texten, war der Kurs leider viel zu kurz, aber für 10 Euro kann man wahrscheinlich nicht viel mehr erwarten.

Als Übung zum Warmwerden, sollten wir einen Gegenstand beschreiben. Einen der greifbar war, der fühlbar war, den man sehen- und schmecken konnte – hören konnte man ihn leider nicht. Um genau zu sein, es war ein Keks. Als zweite Übung sollten wir dann eine kurze Geschichte schreiben. Bevor wir damit aber anfingen, sollten wir uns einen Namen, das Alter, einen Gegenstand, ein Ereignis und den letzten Satz notieren. So habe ich noch nie angefangen meine Kurzgeschichten zu schreiben, aber im nachhinein weiß ich jetzt, dass es so sehr viel mehr Spaß machen kann, weil das Gehirn einfach schon dabei ist, die Geschichte zu entwerfen, noch bevor man mit dem Schreiben angefangen hat. So habe ich, in den 30 Minuten die uns zur Verfügung standen, doch eine anständige kleine Geschichte zustande gekommen – sonst brauche ich die ersten 30 Minuten schon, um überhaupt einen Einstieg in die Geschichte gefunden zu haben.

Für mich steht fest, dass mir auch diese 90 Minuten schon ein wenig was gebracht haben. Und ich habe jetzt lust auf mehr. Ich möchte noch mehr solcher Schreibkurse besuchen, leider fehlt mir zu vielen solcher Veranstaltungen einfach das Geld, weswegen ich mich ein wenig an den Volksschulen umsehen muss. Und jetzt zurück zum Keks 😉 :

Viel zu oft habe ich dich einfach aus der Packung geholt. Habe dich, ohne dich wirklich zu beachten, in die Hand genommen und vernichtet. Deine Form nahm ich nie wirklich war, merkte nicht, dass du aus mehr als vier Ecken bestehst. Und deine zwei Gesichter – das eine goldbraun und das andere wie Schokolade.

Ich nahm dich einfach, ohne mich darüber zu freuen, dass du da warst. Bereitete mich nicht auf den zarten, schmelzenden Geschmack vor, den mir dein schokoladenbraunes Gesicht bringen würde, und auch nicht auf das Knuspern deines goldbraunen Gesichtes. Ich verschlang dich einfach!

Dabei sollte dein Anblick mir Glück bringen, sollte mir zeigen, dass es mir eigentlich sehr gut geht, dass ich das Glück habe, einen Keks genießen zu dürfen.

Wie ihr wisst werte ich ja zur Zeit die letzten Jahre aus und in diesen Jahren habe ich auch verschiedene Lernmethoden ausprobiert. Eines davon war das Lerntagebuch, was ich irgendwann im letzten Jahr begonnen habe. Das Prinzip ist einfach erklärt. Man schreibt am Abend nach der Schule auf, was man über den ganzen Tag gelernt hat und wertet dann auch gleich aus, was einen leicht fällt und was einen weniger leicht fällt. So findet man sehr schnell heraus welche Dinge man unbedingt noch einmal nachschauen, bzw. nachfragen muss und welche Dinge man schon Perfekt kann. Ein Lerntagebuch kann also  dazu beitragen den Lernstoff für die nächste Klausur zu sortieren und um sich Schwerpunkte fürs Lernen setzten zu können. Nachteil ist natürlich, dass man sich täglich dafür 15 Minuten Zeit nehmen muss um es zu führen, was aber auch gleich wieder ein Vorteil ist, weil man den Lernstoff des Tages gleich noch einmal durchgeht und somit wird das ganze gleich etwas tiefer verankert.

Damit wären wir auch gleich bei der Auswertung. Ich selber habe es nicht lange durchgehalten dieses Lerntagebuch zu führen. Man muss sich dafür wirklich eine feste Zeit einrichten und es dann auch durchgehend machen, sonst ist nämlich der Effekt den das ganze bringen soll, nicht wirklich spürbar. In der Zeit wo ich es geführt habe, konnte ich aber schon feststellen, dass ich gezielter die Dinge lerne, die ich auch wirklich lernen muss und nicht alles noch einmal durchgehe. Das spart Zeit, welche man dann dazu benutzen kann um den wirklich schweren Lernstoff zu büffeln.

So ein Lerntagebuch ist auch sehr sinnvoll wenn man sich gerade in der Vorbereitung auf Prüfungen befindet. Hier kann man nach jeder Lernphase festhalten, was einen gut gelungen ist und was nicht.

Als Fazit kann man also sagen, wenn man sich nur auf die Schule konzentrieren kann und ansonsten Freizeit hat, ist diese Form um seinen Lernstoff zu sortieren wirklich sinnvoll. Man muss zwar täglich ein paar Minuten investieren, die holt man aber locker in der Vorbereitung auf Klausuren, Klassenarbeiten oder Prüfungen wieder heraus.

Ihr wisst ja nun schon wie der Schreibtisch auszusehen hat und wie ihr in Stimmung kommt, jetzt müssen wir noch klären wie man am besten lernt 😉 Aber dazu kann ich nicht wirklich viel sagen, da es ein sehr individueller Prozess ist. Der eine braucht das Chaos und den Druck um zu lernen, der andere Entspannung und absolute Ruhe. Das müsst ihr selber sehen, aber so ein paar allgemeine Dinge kann man sicher beachten.

  • Achtet beim lernen auf ausreichende Sauerstoffzufuhr. Das Gehirn sollte schon optimal mit Sauerstoff versorgt sein um sich auf den Lernstoff zu konzentrieren und diesen auch abzuspeichern.
  • Macht regelmäßig Pausen und lernt nicht zu lange. Es gibt genügend Seiten wo ihr Zeiten ablesen könnt, wie lange ihr am Stück lernen solltet und wie viele Pausen ihr dabei machen solltet. Ich möchte darauf nicht hinweisen, da dies sehr allgemein gehalten ist und nicht auf die Individualität der Menschen eingeht. Der eine kann sich zwei Stunden konzentrieren, der andere nur 15 Minuten. Da muss man einfach seinen Rhythmus finden, den sollte man aber auch finden 😉
  • Wenn ihr für mehrer Fächer lernen müsst, dann teilt euch euren Lernplan so ein, dass sich Fächer wie Sprachen immer in einen Wechsel mit anderen Fächern befinden. Also lernt nicht unbedingt Deutsch, Englisch, Französisch nacheinander, sondern schiebt noch andere Fächer dazwischen. Z.B. Deutsch, Mathe, Englisch, Physik oder so ähnlich.
  • Nehmt euch nicht zu viel vor, fangt also Rechtzeitig an zu lernen. Zu viel an einen Tag kann sich auch kontraproduktiv Entwickeln und für mehr Verwirrung sorgen, als für Einsicht 😉
  • Macht euch keinen Stress. Lasst euch nicht Entmutigen und habt Mut zur Lücke 😉

Mehr ist da eigentlich nicht zu sagen. Oder doch?

Letzte Woche habe ich euch ja schon gesagt wie ihr euren Schreibtisch sortieren solltet bevor ihr lernt, aber das ist ja noch lange nicht alles, was zur Vorbereitung auf das lernen gemacht werden sollte. Sobald ihr den Schreibtisch nämlich aufgeräumt habt, solltet ihr euch langsam in eine Konzentrationsphase bringen. Dazu habt ihr mehrer Möglichkeiten.

  • Fertigt erst einmal eine Gliederung eures Lernstoffes an. Was wollt ihr lernen, in welcher Reihenfolge ist es Sinnvoll und welche Materialien braucht ihr dazu (die sollten ja schon alle auf dem Schreibtisch liegen)
  • Ihr könnt natürlich auch einfach eine ABC – Liste als Einstieg in das Lernthema anfertigen. Was wisst ihr schon zum Thema, welche Wörter kommen euch spontan in den Kopf und und und. Aber ihr solltet es nicht länger als 5 Minuten machen, irgendwann wollt ihr ja auch noch lernen.
  • Jongliert erst mal 5-10 Minuten um eure Konzentration zu bündeln. (oder sucht euch ein anderes Ritual um zu Relaxen)
  • Nehmt euch noch einmal eine Aufgabe vor, welche zum Lernstoff passt und welche ihr schon einmal erledigt habt und markiert euch die Stellen bei der ihr Probleme hattet um darauf besser einzugehen. (Das kann man alternativ aber auch schon während dem Unterricht machen, indem man sich das Blatt so aufteilt, dass man sich am Rand gleich Markierungen machen kann.)
  • Ihr könnt euch natürlich auch erst mal mit Lernkarten beschäftigen, die ihr in der Lektion davor abgearbeitet habt (ich gehe davon aus das ihr euch welche anlegt 😉 )

Soviel zum Arbeiten vor dem Lernen 😉 .