Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Am Donnerstag dem 27.11.2014, schon tief in der Nacht, saß ich mal wieder vor dem Computer um mich vom Lernen abzulenken. Hier und da klickte ich ein wenig rum, las ein paar Artikel und stolperte dabei auch über einen Artikel von Laufen-total.de. Den Inhalt fand ich sehr interessant, weswegen ich mich auch entschloss, diesen mit meinem Laufpartner Bernd zu teilen. Nach dem Wir uns dann am Freitag kurz darüber unterhalten hatten, war unsere Vormittagsplanung für Samstag dem 29.11.2014 Perfekt.

 

Halte deine Umwelt sauber, laufe deine Strecke sauber…

 

Im Blogartikel ging es um die Aktion „Halte deine Umwelt sauber, laufe deine Strecke sauber.“ Bei dieser Aktion ging es darum, sich mit Müllsäcken und Handschuhen zu bewaffnen und die eigene Laufstrecke vom Müll zu befreien. Auf die Idee kamen die Initiatoren, nachdem sie sich selbst über den vielen Müll aufgeregt hatten, der sich links und rechts neben ihrer Laufstrecke verteilte.

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Weil auch Bernd und ich uns immer darüber aufregen, dass überall wo wir hinkommen Müll in der Natur liegt, fiel die Entscheidung an dieser Aktion teilzunehmen nicht schwer. Und so machten wir uns am Vormittag auf den Weg, bewaffnet mit Müllsäcken und Handschuhen, und sammelten auch auf unserer Laufstrecke den Müll ein. Wir verbanden dies aber nicht mit einem Lauftraining, da uns beiden bewusst war, dass wir eh nicht zum Laufen kommen würden. Dass wir aber nicht einmal 1/3 unserer Strecke schaffen würden, war uns nicht bewusst. Wir wussten zwar, dass auf dem Weg eine ganze Menge Müll liegt, dass aber unsere beiden 60 Liter Müllsäcke schon nach knapp 1,5-Kilometern voll sind, war uns nicht bewusst. Und in diesen 120 Litern sind noch nicht einmal die Glasflaschen eingerechnet, die Bernd in einem extra Beutel gesammelt hat.

So machten wir uns dann nach 80 Minuten schon wieder auf den Weg nach Hause, um dort den Müll und die Glasflaschen zu entsorgen. Der größte Teil unserer Laufstrecke musste leider ohne Reinigung auskommen, obwohl auch dort noch eine ganze Menge Müll herumlag. Dennoch ist unsere Laufstrecke jetzt um 120 Liter Müll und mehrere Glasflaschen ärmer und das macht uns doch ein wenig stolz.

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Vielleicht gibt es diese Aktion ja noch öfter. Wenn ja, dann wäre es sicher schön, wenn wir hier in Berlin noch ein paar mehr Läufer dazu animieren könnten. Dabei sollten wir natürlich nicht vergessen, dass das am eigentlichen Problem nicht viel ändert. Die Leute werden weiterhin ihren Müll achtlos in der Gegend herumwerfen, aber vielleicht lässt das den ein oder anderen doch aufmerksamer werden, wenn er erst einmal selbst seine Laufstrecke vom Müll befreit hat. Sollte die Aktion wiederholt werden, dann sind Bernd und ich sicher wieder dabei und wer weiß, vielleicht auch noch ein paar andere Läufer, die auf derselben Laufstrecke laufen, wie wir.

Und schon wieder ist ein Laufjahr vorbei. Nein, nicht 2014, denn das beginnt ja gerade erst, sondern 2013. Seit 2008 ist 2013 nun schon meine sechste Laufsaison gewesen, in der ich regelmäßig mein Lauftraining absolviert habe und es war das vierte vollständige Jahr, in dem ich mit meinem Laufpartner Bernd zusammen trainiert habe.

1022,3 Kilometer

 

Die Kilometerleistung ist wieder ein wenig enttäuschend, aber ich hatte ja schon zum Halbjahr angekündigt, mir für 2013 keine größeren Ziele vorzunehmen. Dabei ist es auch geblieben, wobei ich dadurch doch wieder sehr viel regelmäßiger trainiert habe, als im ersten Halbjahr, in welchem ich ja mehrere Wochen am Stück nicht gelaufen bin. Weggefallen ist aber die Vorbereitung auf den Halbmarathon, weswegen ich bei der Kilometerleistung auch nicht sehr viel rausholen konnte.

Für 2014 wünsche ich mir hier eine deutliche Steigerung, was auch bedeutet, dass ich auch 2014 gerne neue Strecken in und um Berlin kennenlernen möchte. Wenn ihr mir eure Laufstrecken hier in Berlin also mal vorstellen wollt, meldet euch doch einfach mal bei mir.

Volksläufe

 

2013 bin ich gerade einmal bei 3 Volksläufen gestartet. Auch das soll sich 2014 natürlich wieder ändern, aber auch hierfür muss ich wieder ein wenig intensiver trainieren. 2013 fehlte mir zu oft die Motivation für Volksläufe, weil mir bewusst war, dass ich den Volkslauf nicht in einer Zeit von unter einer Stunde laufen kann. Das ist derzeit immer noch der Fall, aber durch ein wenig mehr Training, wird sich dieses Motivationsloch auch wieder schließen.

Wuhletalweg

 

2012 sind mein Laufpartner und ich den Wuhletalweg hier in Berlin regelmäßig gelaufen. Hier im Blog gibt es auch noch die Seite „Lauftreff“, auf der wir die Termine bekannt gegeben haben, damit sich andere Läufer anschließen konnten. 2013 sind wir den Wuhletalweg dann nicht einmal gelaufen, was verschiedene Gründe hatte. 2014 wollen wir uns aber auch wieder an diese Strecke wagen, und wenn Interesse besteht, werden wir hier auch gerne wieder die Termine dafür begannt geben. Los geht es aber wohl frühestens Mitte Februar.

Mein Laufjahr 2013 hatte keine wirklichen Höhepunkte, dafür habe ich aber wieder regelmäßig trainiert und, was viel wichtiger ist, ich bin ohne größere Erkältungen durch das Laufjahr gekommen, was ja die Jahre davor nicht der Fall war.

Am Sonntag findet der erste Volkslauf in diesem Jahr statt, an welchen ich teilnehme. Ich freue mich schon drauf. Irgendwie fühle ich mich sehr viel besser als im letzten Jahr, obwohl ich im letzten Jahr knapp 20 Kilometer mehr gelaufen bin zu diesem Zeitpunkt. Ich weiß aber, das mein Körper dieses Jahr wieder mehr Spaß am Laufen hat, nicht so wie im Letzten, wo ich auch andauernd krank wurde. Das kann mir zwar immer noch passieren, wir haben ja erst Februar, aber ich habe da so ein Gefühl, dass es nicht passieren wird und das dieses Jahr mein erfolgreichstes Laufjahr wird, welches ich bisher hatte.

Der Wuhletallauftreff ist auch gut angelaufen, obwohl ich derzeit nur mit meinem Laufpartner Bernd laufe. Dennoch sind wir an zwei von drei Terminen dort gelaufen – beim dritten Termin war es einfach zu kalt, sodass wir da nur eine 10-Kilometer-Runde gelaufen sind. Hier geht die Gesundheit vor, auch wenn das Laufen selbst wieder Spaß macht. Der nächste Termin für den Wuhletallauftreff ist übrigens der 19.02.2012. Wenn jemand mitlaufen möchte, einfach hier einen Kommentar hinterlassen. Loslaufen werden wir um 11 Uhr, sollte sich wer anmelden, dann warten wir auch noch kurz.

Durch den Wuhletallauftreff ist mir auch schon die nächste Idee gekommen, denn ich würde gerne mal die Berliner #twitterlauftreff-Läufer treffen. Wie wäre es denn, wenn wir einen Wuhlelauftreff-Termin zum #twitterlauftreff-Termin umfunktionieren, und die Strecke gemeinsam angehen? Derzeit sind die Leute beim #twitterlauftreff für mich nur virtuelle Namen, was ich gerne ändern würde. Ich weiß ja noch nicht einmal, ob überhaupt weitere Berliner dort mit am Start sind, oder ob ich der Einzige bin. Sollte hier Interesse bestehen, könnten wir die Planung auch hier in den Kommentaren anstoßen.

Vor einigen Wochen schrieb ich hier im Blog von meiner Idee, einen Lauftreff auf dem Wuhletalweg zu veranstalten. Inzwischen sind Bernd und ich die Route schon zweimal gelaufen, ohne dass sich allerdings andere daran beteiligt haben. Das ist Schade, liegt aber wahrscheinlich daran, dass ich viel zu wenig Werbung hier dafür gemacht habe ;-).

Kommen wir aber erst mal zu den beiden vergangenen Läufen. An beiden Laufterminen, also am 08.01 und am 22.01.2012 war die Strecke ziemlich nass. Das war aber vorauszusehen, denn vor beiden Terminen hat es ziemlich intensiv geregnet. Glücklicherweise war dies zu den jeweiligen Terminen dann nicht- oder nur ganz kurz der Fall. Auf der Stecke musste man allerdings an einigen Stellen Slalom laufen, da die Pfützen doch ziemlich groß und ziemlich tief waren. An wenigen Stellen konnte man den Pfützen leider nicht ausweichen, sodass man hier auf seine Schuhe vertrauen musste, wenn man keine nassen Füße bekommen wollte. Aber das war kein Hinderungsgrund für Bernd und mich gewesen, sodass wir auch bei beiden Terminen die gesamte Strecke gelaufen sind.
Beim ersten Termin machte ich allerdings knapp 1,5 Kilometer vorm Ziel schlapp, sodass wir nach 15,45 Kilometern den Lauf abbrechen mussten, allerdings waren wir, dank einer Abkürzung, nicht mehr weit vom Zielort entfernt, sodass wir 10 Minuten später schon am S-Bahnhof Ahrensfelde waren und uns dort in die S-Bahn setzen konnten.
Beim zweiten Lauf haben uns dann nur noch 700 Meter bis zum Ziel gefehlt, was bedeutet, dass wir 16,5 Kilometer der Strecke gelaufen sind.
Den ersten Lauf brachten wir in einer Zeit von 1 Stunde, 47 Minuten und 58 Sekunden hinter uns, für den zweiten Lauf brauchten wir 1 Stunde, 48 Minuten und 07 Sekunden. Das bedeutet, dass wir im zweiten Lauf nicht nur die Anzahl der Kilometer erhöht haben, sondern auch die Geschwindigkeit höher war.
Für Fotos war das Wetter aber leider nicht gut genug gewesen, sonst hätte ich hier gerne welche veröffentlicht.

Und der Lauftreff auf dem Wuhletalweg geht natürlich weiter. Wir freuen uns über jeden, der mit uns die Strecke zwischen der Alten Försterei und dem S-Bahnhof Ahrensfelde in angriff nimmt. Die nächsten beiden Termine sind der 05.02.2012 und der 19.02.2012. Startzeit ist 11 Uhr, wobei wir gerne auch noch 10 Minuten warten, wenn ihr mitlaufen wollt. Hinterlasst dazu einfach kurz einen Kommentar, damit wir wissen, ob wir noch auf weitere Läufer warten müssen oder nicht.

Am Sonntag war wieder Volkslauf-Zeit, um genau zu sein, es war der 70.Plänterwaldlauf. Beim 69.Plänterwaldlauf hatte ich ja einiges zu meckern, das ist diesmal nicht der Fall, denn von der Organisation war alles Perfekt.
Natürlich hat mich das frühe Aufstehen an einem Sonntag genervt, aber für einen Volkslauf muss man das in kauf nehmen, schließlich zwingt mich ja keiner; dort mitzulaufen. Pünktlich um 8 Uhr 30 verließ ich das Haus, damit ich meinen Bus nicht verpasse (was bei anderen Volksläufen durchaus schon vorgekommen ist). Da mit den Verbindungen alles funktionierte, kam ich auch pünktlich zur Startnummern-Ausgabe und hatte dann noch genügend Zeit mich mit meinem Laufpartner Bernd aufzuwärmen. Auch das Wetter war angenehm und so freute ich mich auf den Lauf.

Pünktlich um 7 Minuten nach 10 Uhr startete dann der Lauf. Eigentlich sollte er um 10 Uhr starten, aber der Plänterwaldlauf verschiebt sich eigentlich jedes Mal um 10 Minuten, weswegen das schon mehr als pünktlich war. Der erste Kilometer verlief dann ein wenig zäh, da ziemlich viele Läufer auf der Strecke waren und das überholen etwas länger dauerte. Danach kam ich dann aber in den Lauf, und war auf den folgenden Kilometern von meinem Tempo so ziemlich überrascht. Nach ungefähr 3 Kilometern nahm ich dann das erste Mal ein wenig Tempo raus, da ich meiner Meinung nach ein wenig zu schnell war. Als ich nach vier Kilometern dann aber meinen Laufpartner hinter mir sah, entschied ich mich wieder Tempo zu machen, denn all zu einfach wollte ich Bernd diesmal nicht an mir vorbeilassen. So kam ich wieder zum alten Tempo zurück, welches ich bis Kilometer neun auch aufrecht erhielt. Da ich hier sehen konnte, dass Bernd weit genug von mir entfernt war, nahm ich für den letzten Kilometer noch einmal das Tempo ein wenig raus, da ich Angst hatte, auf den letzten Metern doch noch schlapp zu machen. Im Ziel merkte ich allerdings schnell, dass ich nicht an meine Leistungsgrenze gegangen bin, und durchaus noch 2 Minuten hätte schneller sein können. Allerdings habe ich mich nicht darüber geärgert, denn ich hatte für den Lauf nur eine Zeit von 59:xx Minuten eingeplant. Gelaufen bin ich am Ende eine Zeit von 54:54, was, wenn man den ersten Lauf in diesem Jahr herausnimmt, meine beste Zeit in diesem Jahr war.

Jetzt steht noch der Silvesterlauf auf dem Programm und dann ist das Laufjahr 2011 abgeschlossen. Demnächst werde ich hier dann noch einen Jahresrückblick schreiben, aber ich kann jetzt schon sagen, 2011 war nicht mein Laufjahr.

Urkunde Herbstwaldlauf

Urkunde Herbstwaldlauf

Dieses Jahr bin ich ja einige neue Volksläufe gelaufen, dazugehört auch der Herbstwaldlauf in Hermsdorf. Dieser fand am 27.11.2011 statt und führte, so wie der Name es schon sagt, durch einen Wald, genau genommen durch den Tegeler Forst. Entdeckt hatte ich ihn erst vor ein paar Wochen und daraufhin hatte ich meinen Laufpartner Bernd angeschrieben, ob wir bei diesem Lauf nicht auch noch mitmachen wollen. Ein paar Tage später war er dann auch schon angemeldet und, weil ich es noch nicht getan hatte, ich auch.
Dass ich dann, in der Woche vor dem Lauf, Probleme mit meinem Rücken bekomme, konnte keiner voraussehen, aber diese Rückenprobleme haben mich nicht davon abgehalten, am Lauf teilzunehmen. Was anderes wäre es vielleicht gewesen, wenn ich die Strecke vorher schon gekannt hätte, denn für eine geschwächte Rückenmuskulatur war dieser Lauf nicht ausgelegt, aber dazu später mehr.

Der Sonntag begann für mich schon kurz vor sieben, denn um 8:07 Uhr musste ich schon in der S-Bahn sitzen, damit Bernd und ich es pünktlich zum Lauf schafften. So hatte ich eine Stunde Zeit um mich fertigzumachen, Tee zu trinken und etwas zu essen ;-). Pünktlich, eine Bahn früher als geplant, saß ich dann auch in der S-Bahn, die ich zum Glück auch nicht mehr verlassen musste, da mein Laufpartner auch schon auf dem Bahnhof stand und er somit auch gleich in die S-Bahn einsteigen konnte. Um kurz vor neun kamen wir dann am S-Bahnhof Hermsdorf an, von wo aus wir dann noch 15 Minuten bis zur Strecke brauchten.
Das Wetter war angenehm, zwar nicht mehr warm, aber auch nicht wirklich kalt. Auch vom Regen blieben wir verschont, sodass der Waldboden nicht aufgeweicht oder schlammig war. Ideale Bedingungen also, um zu laufen.
Pünktlich um 10 Uhr ging es dann auch auf die Strecke, wobei schnell klar wurde, dass es kein einfacher Lauf wird, da die Strecke ständig auf und ab ging. Ein wenig hatte ich damit gerechnet, denn ich bin schon einmal durch einen Wald gelaufen, der auch nicht wirklich eben war ;-). Allerdings habe ich diese Strecke dann doch ein wenig unterschätzt, was sich im späteren Verlauf des Rennens auch noch zeigen sollte. Die ersten Kilometer konnte ich allerdings noch sehr gut mit meinem Laufpartner mithalten, allerdings wusste ich bis hier noch nicht, dass noch eine „Bergwertung“ auf mich zukommt. Diese kündigte sich mit einem Smiley an und endete auch mit einem Smiley – der Veranstalter wusste schon warum ;-). Für meinen Rücken war das allerdings tödlich, denn danach meldete sich meine schwache Rückenmuskulatur wieder, was sich auch auf den Rest des Rennens auswirkte. Mit Bernd hätte ich allerdings auch ohne Rückenprobleme nicht mithalten können, denn dieses Streckenprofil war dann doch zu viel für mich.
Aufgeben kam aber nicht in Frage, auch wenn ich an jeden neuen Anstieg nach Motivation suchen musste. Irgendwo habe ich die auch immer gefunden, dennoch wurde ich von Anstieg zu Anstieg langsamer und so zogen die meisten Läufer auch an mir vorbei.
Am Ende kam ich dann mit einer Zeit von 1 Stunde, 11 Minuten und 58 Sekunden ins Ziel. So erschöpft, wie nach diesen 11 Kilometern, war ich nicht einmal beim Halbmarathon. Bernd hingegen sah aus, als ob er die Runde gleich noch einmal laufen möchte, allerdings war er auch schon sechs Minuten vor mir im Ziel.

Als Fazit bleibt, dass es ein wirklich schöner Lauf war. Die Strecke verlief tatsächlich die gesamte Zeit im Wald und auch zu großen Teilen auf Waldboden. Die Strecke war wirklich super markiert, sodass man sich nicht verlaufen konnte und Platz war auch genügend da. Was mich ein wenig gewundert hat, war die Tatsache, dass es unterwegs keine Trinkstelle gab, aber das ist bei 11 Kilometern ja auch nicht unbedingt nötig. Mir hat der Lauf jedenfalls gefallen und nächstes Jahr bin ich sicher wieder mit am Start.

Es war mal wieder Zeit für einen Volkslauf, und da der 4.Uferlauf der Bürgerhilfe vor der Tür stand, passte das natürlich. Auch die letzen drei Jahre bin ich bei diesem Volkslauf mitgelaufen, wobei meine Zielzeit bei den vergangenen drei Uferläufen immer weit unter 60 Minuten war, einmal sogar unter 50 Minuten.
Das war dieses Jahr nicht mein Ziel, denn mein Trainingszustand ist immer noch nicht gut, auch wenn er langsam wieder bergauf geht. Deswegen war das Ziel eigentlich nur, ins Ziel zu kommen. Die Zeit war nur zweitrangig und ein wirkliches Ziel hatte ich auch nicht vor Augen.
Auch mit dem Wetter hatte ich Glück, denn die Temperaturen lagen nicht mehr bei über 30° Celsius, sondern bei maximal 20° Celsius, also angenehmes Laufwetter. Auch vom Regen blieben wir verschont, auch wenn es wenige Minuten vor dem Start kurz anfing zu regnen. Die paar Tropfen verzogen sich aber schnell wieder, sodass der Lauf selbst dann im trockenen stattfand.

Den Lauf selbst ging ich dann ziemlich gemütlich an. Mit meinem Laufpartner Bernd konnte ich sowieso nicht mithalten, weswegen ich auch gar nicht erst versuchte sein Tempo zu gehen. Vielmehr hielt ich mich eher am Ende des Feldes auf, und hängte mich an eine Gruppe, welche ein langsames Tempo anschlug, ebenso wie ich. Allerdings war das Tempo für mich dann doch ein wenig zu gemütlich, weswegen ich die Gruppe irgendwann überholte und mich an die nächstschnellere Gruppe ran hing. Hier fand ich dann mein Tempo, welches ich bis zum Ende des Laufes beibehielt, obwohl dies bedeutete, dass ich die Gruppe im letzten Drittel des Laufes ziehen lassen musste. In dieser Phase kamen auch von hinten noch ein paar Läufer, die am Ende des Laufes ihr Tempo noch einmal erhöhen konnten. War mir aber egal, denn mein Ziel war nur, ins Ziel zu kommen, obwohl ich dann auch schon ein wenig auf die Uhr sah und realisierte, dass es eventuell doch eine Zeit unter einer Stunde wird. Hierzu musste ich dann aber kurz vor dem Ziel doch noch einmal mein Tempo erhöhen, um am Ende dann knapp 20 Sekunden unter der Stundenmarke zu bleiben. Mit der Endzeit von 59 Minuten und 35 Sekunden war ich dann auch ziemlich zufrieden.

Nächste Woche gehe ich nun beim Friedrichsfelder Gartenlauf an den Start. Vielleicht kann ich hier meine Zeit noch ein wenig steigern, aber da auch hier nur eine Woche Training dazwischen ist, wäre ich mit einer Zeit knapp über einer Stunde auch zufrieden.

Manchmal gibt es Tage, da ist Laufen eine Qual. Gestern war einer davon, denn das Laufgefühl stellte sich einfach nicht ein. Das merkte ich schon auf dem ersten Kilometer, wo mein Abendessen wieder aus meinem Magen heraus wollte – allerdings nicht auf dem normalen Weg. Da ich aber eh schon genügend Trainingsrückstand habe, habe ich mich dazu durchgerungen, dennoch weiter zu laufen. Meistens ist das auch die beste Entscheidung, denn normalerweise stellt sich irgendwann das Laufgefühl ein, dann denke ich nur noch daran, fühl mich richtig gut, richtig frei und vergesse alle wehwechen und natürlich auch den inneren Schweinhund. Nur gestern, da wollte dieses Gefühl nicht eintreten, da wurde ich von Kilometer zu Kilometer langsamer und nach knapp 6 Kilometern musste ich dann sogar eine Pause einlegen. Normalerweise mache ich keine Pausen, normalerweise breche ich das Training höchstens ab, aber, weil ich ja bereits Trainingsrückstand habe, habe ich mich nach einigen Minuten dann dazu durchgerungen, doch weiter zu laufen. Knapp 2 Kilometer weiter musste ich erneut eine Pause einlegen. Diesmal aber nur für eine Minute, in der ich noch ein wenig was getrunken habe. Die restlichen beiden Kilometer brachte ich dann ohne Probleme hinter mich, aber schnell war ich nicht wirklich. Für die 10,5 Kilometer brauchte ich am Ende 1 Stunde 13 Minuten und 3 Sekunden, hier sind die Pausen natürlich schon herausgerechnet.

Mich wunderte das ein wenig, denn am Sonntag lief das Lauftraining wirklich gut. Ich war zwar noch nicht bereit die 13 Kilometer zu laufen, aber die 10,5 Kilometer liefen sich wirklich gut. Das nicht jeder Lauf gleich ist, dass weiß ich, denn ich Laufe ja inzwischen schon seit 2007. Aber so einen Leistungseinbruch zwischen zwei Trainingseinheiten hatte ich in dieser Zeit noch nicht gehabt – jetzt einmal von den krankheitsbedingten Leistungseinbrüchen abgesehen. Jetzt bin ich doch gespannt, wie meine nächste Trainingseinheit so läuft, eigentlich kann es nur noch aufwärts gehen 😉 .

Ich nehme ja öfter mal an einem Volkslauf teil. Um hier eine optimale Zeit zu laufen, ist natürlich die Vorbereitung auf solch einen Lauf sehr wichtig. Die beginnt zwar schon mit dem Training, aber auch das Verhalten am Wettkampftag ist wichtig. Beim Online-Laufkurs, welchen ich dieses Jahr mitgemacht habe, gab es hierfür auch ein paar Tipps, die ich natürlich nicht für mich behalten möchte.

 

Die Vorbereitung auf einen Wettkampf fängt eigentlich schon einen Tag vorher an, denn an diesen Tag sollte der Läufer kein Sport treiben. In der Woche vorher sollte auch der Trainingsumfang reduziert werden, damit der Körper sich regenerieren kann und seine Energiereserven wieder auffüllen kann.

Am eigentlichen Wettkampftag sollte der Läufer dann rechtzeitig vor dem Wettkampf aus seinem Bett fallen. Mindestens drei Stunden vor dem Wettkampf sollte man aufstehen, damit Körper und Geist richtig wach werden können. Die Nahrung am Wettkampftag sollte möglichst viele Kohlenhydrate enthalten und möglichst wenige Ballaststoffe, da diese die Verdauung anregen und während des Laufs möchte ein Läufer ja nicht wirklich auf Toilette gehen 😉 . Vor und während des Laufes sollte der Läufer dann Bananen essen, denn die sind der richtige Energiespeicher, die der Körper braucht. Süße Getränke wie Cola sollten während des Laufes tabu sein, denn der Zucker könnte dazu führen, dass der Blutzuckerspiegel nach einem kurzen Hoch in den Keller rauscht. Dadurch kann der Läufer dann nicht mehr die optimale Leistung abrufen, im schlimmsten Fall könnte es sogar passieren, dass der Läufer den Lauf abbrechen muss.

Bevor man allerdings in den Wettkampf startet, steht noch das Aufwärmen an. Dieses sollte ungefähr 20 Minuten vor dem Lauf beginnen. Das optimale Aufwärmprogramm muss jeder Läufer für sich selbst finden, wichtig ist aber, dass die Muskeln warm werden, damit man sich beim Lauf keine Verletzung holt.

Nach dem Lauf sollte man sich dann warm anziehen, um einer Erkältung aus dem Weg zu gehen. Auch ein Abkühl-Programm sollte man sich vielleicht überlegen, damit die Muskeln nicht sofort von 100 auf 0 herunterfahren.

 

Das Ganze ist natürlich sehr allgemein, denn jeder Läufer muss für sich selbst die optimale Vorbereitung finden. Aber vielleicht hilft dieser Beitrag ja dabei, noch ein paar Sekunden oder Minuten mehr einzusparen. Natürlich würde ich mich auch über eure Tipps freuen, wie bereitet ihr euch auf einen Wettkampf vor und welche Rituale habt ihr am Wettkampftag?

 

Ich hätte nie gedacht, dass ich so schnell wieder mehr als eine Stunde brauche, um eine 10-Kilometer-Strecke hinter mich zu bringen. Den Plänterwaldlauf, welcher am Anfang des Jahres stattfand, habe ich noch in 54 Minuten zurückgelegt. Aber nun genug in der Vergangenheit geschwelgt, jetzt geht es um den Lauf.

Pünktlich um 10 Uhr machte ich mich auf den Weg zum Lichtenauer Wasserlauf. Um 11:40 Uhr konnte ich dann meine Startunterlagen in empfang nehmen und pünktlich um 11 Uhr startete der Lauf dann auch schon. Die ersten Meter ging es ziemlich langsam voran, denn es brauchte ein wenig, bis sich das Feld so auf der Strecke verteilt hat, dass jeder wirklich frei laufen konnte. Danach ging es aber gut voran und meine Beine fühlten sich diesmal wirklich gut an, nicht so wie beim Hohenschönhausener Gartenlauf. Das änderte sich auch während des gesamten Laufes nicht, sodass ich die 10 Kilometer locker schaffte. Natürlich nicht in der Zeit, die ich gerne gelaufen wäre, aber immerhin bin ich im Ziel angekommen.

Die Strecke selbst war auch sehr angenehm zu laufen. Die meiste Zeit ging es über Asphalt, nur am Anfang der ersten Runde mussten wir ein paar Meter über den Rasen laufen. Es gab noch eine Stelle, wo der Weg gerade neu gemacht wurde, weswegen dort Holzdielen ausgelegt waren. Nach den Holzdielen kam noch ein wenig Kies, aber auch das war angenehm zu laufen. Die gesamte Strecke führte an der Spree entlang, was ich natürlich klasse fand, da ich sehr gerne am Wasser laufe.

Nach dem Lauf gab es dann noch ein Verpflegungspaket, welches einen Apfel, einen Müsliriegel und Apfelschorle enthielt.

Am Ende standen dann 1 Stunde, 1 Minute und 38 Sekunden auf der Urkunde, welche ich nach dem Lauf erhielt. Damit bin ich auf dem 400.Platz gelandet – insgesamt sind 457 Läufer durchs Ziel gekommen.