Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Nein, ich bin da eigentlich nicht so wirklich kreativ, aber wenn ich dann mal Stifte testen muss (und mir beim nachfüllen der Stifte schwarze Finger hole), kann es schon einmal passieren, dass die Kreativität mit mir durchgeht 😉 …

Kreativ auf Arbeit

 

Vielleicht auch ein Grund, mir einmal auf Instagram zu folgen 😉 …

„Was für ein geiles Wort!“, dachte sich Paul, als er sein Werk betrachtete. Er hatte zwar keine Ahnung, was das für ein Gerät sein sollte, aber die Länge des Wortes hatte ihn gereizt. Ein halbes Jahr ist es jetzt her, dass er es irgendwo gelesen hatte, und vor einer Woche fand er dann auch die passende Wand, an der er dieses Wort verewigen konnte. Und heute hat er es dann umgesetzt, hat sich für jeden Buchstaben extra viel Zeit genommen, denn Zeit hatte er hier genug, und das Wort an die Wand gebracht. Ein halbes Jahr Vorbereitung hat er in das Projekt gesteckt, und jetzt war es vollendet.

Stift um Stift hat Paul verbraucht, um das richtige Design zu finden. Nicht das Wort war wichtig, sondern das Design. Die Kunst versteckte sich in den Details und hier konnte er sich austoben, denn das Wort hatte 41 Buchstaben. 41 Buchstaben sind eine Menge Platz für Kunst und genau darum ging es Paul, als er dieses Projekt startete.

Er musste sogar einen Ferienjob aufnehmen, damit er sich die vielen Dosen mit Sprühfarbe leisten konnte, die er brauchte, um dieses Projekt umsetzen zu können. Paul hatte viel Spaß in der Werbeagentur, denn auch dort konnte er kreativ arbeiten und der Chef war so zufrieden mit Paul, dass er ihm gleich einen Ausbildungsvertrag anbot. Dabei hatte Paul noch ein Jahr Schule vor sich, bevor er in die Arbeitswelt starten würde. Das war dem Chef natürlich auch bewusst, weswegen er in den Vertrag auch einen Notenschnitt mit aufnahm, den Paul erreichen musste, damit der Ausbildungsvertrag gültig ist. Nichts, was nicht erreichbar wäre, aber der Chef der Werbeagentur will damit vermeiden, dass Paul die Motivation verliert, weil er seinen Ausbildungsvertrag bereits in der Tasche hat.

Paul war klar, dass er diesen Ausbildungsvertrag nur bekommen hatte, weil er so hart an diesem Projekt gearbeitet hat, weswegen es schon ein Erfolg war, bevor es heute seine Vollendung gefunden hatte.

Und diese Wand hier hatte er auch nur gefunden, weil er diesen Ferienjob hatte. Denn hätte er für die Werbeagentur nicht das Päckchen zu einem Kunden bringen müssen, dann wäre er nie über diese Brücke gefahren. Und wäre er nicht über diese Brücke gefahren, nun, dann hätte er vor einer Woche nicht diese Wand entdeckt. Obwohl er sie eigentlich nur entdeckt hatte, weil er, als er unkonzentriert durch die Gegend schaute, beinahe das Gleichgewicht verloren hätte und er sich nur gerade so vor einem Sturz mit dem Fahrrad bewahren konnte. Und genau dabei entdeckte er diese perfekte Wand.

Dieser Ferienjob brachte ihm also nicht nur das Geld, mit dem er sich die Sprühfarbe kaufen konnte, er brachte ihm auch die perfekte Wand, um sein Projekt abschließen zu können, und er brachte ihn Sicherheit für die Zukunft. Wegen dieser Zukunft überlegte er auch kurz, das Projekt doch nicht zu einem Ende zu bringen, denn wenn er dabei erwischt wurde, würde seine sichere Zukunft wieder auf wackligen Pfeilern stehen. Doch dann sagte er sich, dass dieses Projekt der Grund für all diese Entwicklungen war, und deswegen musste es nun auch zu einem Ende gebracht werden.

Drei Stunden hat er nun dafür gebraucht und nun stand das Wort endlich an dieser Wand. Er konnte es noch immer nicht glauben, dass das jetzt das Ende sein sollte, aber es ist nur das Ende von diesem Projekt, nicht das Ende seines Lebens, denn das fing gerade erst an. „Hochfrequenzniederspannungsvorschaltgerät“ – Paul wusste immer noch nicht, was das ist, aber er wusste, dass er so ein Teil unbedingt mal sehen musste, denn dieses Gerät war daran schuld, dass seine nähere Zukunft jetzt schon gesichert war.

„Einfach mal die Sichtweise ändern!“ – das ist ein Satz der einen ziemlich häufig gesagt wird, meist dann, wenn einem absolut nichts zu einem Thema einfällt. Dass es hier auch eine Kreativitätstechnik gibt, die mit diesem System arbeitet, das wusste ich bisher noch nicht.

Die Flip-Flop-Technik

Diese Kreativitätstechnik ist nicht einmal schwer. Aufgabe ist es nämlich, das Gegenteil von dem eigentlichen Ziel zu formulieren und für dieses dann Lösungen zu finden. Wenn ein Blogbetreiber zum Beispiel die Zahl der Blogbesucher erhöhen möchte, aber keine Idee hat, was er noch besser machen kann, der verwendet einfach die Flip-Flop-Technik.

Als Erstes müsste er nun sein Ziel ins Gegenteil umformulieren. In diesem Fall wäre das: „Was muss ich tun, damit die Zahl meiner Blogbesucher sinkt?“ Die Antworten, welche der Blogbetreiber auf diese Frage findet, notiert er sich. Am besten ist hier, wenn man ein Blatt in der Mitte faltet und auf der einen Seite die Antworten notiert. Die andere Seite braucht man dann für den zweiten Schritt.

Der zweite Schritt besteht darin, die Antworten zu analysieren und zu sehen, was auf einen selbst zutrifft. Wenn ich zum Beispiel als Antwort aufgeschrieben habe, dass ich einfach nur eine Menge Werbung auf meinem Blog einblenden muss, am besten auch noch Pop-Ups, dann schaue ich, was auf meinen Blog zutrifft. Habe ich vielleicht zu viel Werbung geschaltet? Wenn ja, dann habe ich hier schon einen Ansatz, um noch mehr Besucher auf den Blog zu locken, ich reduziere einfach die Werbung.

Das macht der Blogbetreiber jetzt mit jeder Antwort, die er sich aufgeschrieben hat. Für jede Antwort wird die Ist-Situation analysiert und wenn nötig, wird dieser Zustand dann verbessert.

Am Ende hat der Blogbetreiber, obwohl er überhaupt nicht über die Ausgangsfrage nachgedacht hat, sehr viele Lösungsansätze für sein Problem gefunden. Er wird wissen, welche Dinge er an seinen Blog optimieren muss, damit die Besucherzahlen steigen. Natürlich ist das nur ein Beispiel und die Flip-Flop-Technik kann auch für andere Probleme eingesetzt werden.

Als Fazit kann ich festhalten, dass mir die Technik gefällt. Wie oft saß ich vor einem Problem und suchte nach Lösungen. Eingefallen sind mir meist nur Dinge, die das Gegenteil bewirken würden. Auf die Idee, diese aufzuschreiben, bin ich bisher aber noch nie gekommen, dabei kann man damit der Lösung doch sehr schnell näher kommen.

 

Gerade habe ich mal wieder eine interessante Übung gefunden, mit welcher man sein Gehirn trainieren kann. Es geht darum, Sätze zu finden, und zwar mit Wörtern, deren Anfangsbuchstaben vorgegeben sind. Hört sich im ersten Moment ziemlich leicht an, aber wenn man es sich genauer ansieht, dann wird die Kreativität schon gefordert. Immerhin ist die Satzlänge schon durch die Buchstaben vorgegeben, und dann noch einen sinnvollen Satz zu finden, ist gar nicht so einfach.

Nehmen wir als Beispiel einfach mal die Buchstaben „EDBVG“. Jeder Buchstabe steht für ein Wort, und diese Wörter müssen am Ende einen sinnvollen Satz ergeben. Versuchen wir es einfach mal 😉 :

Ein dicker Bär verfolgt Günther.

Ist doch ein schöner Satz, oder? Und weil mir gerade kein weiterer Satz einfällt, dürft ihr jetzt weitere Sätze mit diesen Anfangsbuchstaben bilden 😉 .