Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Teddy im Weihnachtssack

“Sag mal Herr Bär, was machst du denn im Sack vom Weihnachtsmann?”

“Ich bin auf der Suche nach der Weihnachtsstimmung!”

“Na hör mal, heute ist schon der 20. Dezember, wenn du jetzt noch nicht in Weihnachtsstimmung bist, wird das sehr schwer werden.”

“Ja Sven, du hast ja Recht, aber hast du draußen schon einmal die Temperaturen gefühlt? Es sind über 10 Grad Celsius. Und außerdem ist die Welt so kalt, wie soll ich denn da in Weihnachtsstimmung kommen?”

“Herr Bär, jetzt wiedersprichst du dich aber. Erst sagst du, dass es viel zu warm ist, und dann sagst du, dass die Welt viel zu kalt ist. Du musst dich schon entscheiden.”

“Nein, nein Sven, ich wiederspreche mich natürlich nicht. Du weißt doch, dass ich vor langer Zeit nach Deutschland gekommen bin, so wie derzeit auch viele Menschen nach Deutschland kommen. Ich habe in den letzten Monaten viel Fern gesehen, und was ich gesehen habe, war wirklich schrecklich für mich. Ich hatte schon überlegt, wieder nach Hause zu gehen, aber dann viel mir ein, das mein zu Hause bei dir ist.”

“Oh Teddy, ich kann dich ja schon verstehen, aber du darfst dabei auch nicht übersehen, dass es nicht nur Hass gibt. Es gibt auch viele, die die geflüchteten Menschen hier willkommen heißen. Die geben sich wirklich Mühe und das sollte dir doch dabei helfen, die Weihnachtsstimmung zu finden, oder Bär?”

“Ja, es gibt sie, aber es gibt auch so viele Vorurteile und so viel Hass. Vorher kommt dieser Hass? Ich meine, Weihnachten ist das Fest der Nächstenliebe und der Besinnlichkeit. Wie können wir aber von Nächstenliebe sprechen, wenn hier soviel Hass ist in Deutschland? Wie soll ich ein Fest feiern können, wenn dort draußen so viele Menschen keine Unterkunft haben? Wenn dort Menschen kaum Essen haben, wenn es Menschen gibt, die Schutz suchen, den aber nicht finden? Maria und Josef suchten damals auch nach Schutz, und würden wir heute Weihnachten feiern, wenn sie diesen Schutz nicht bekommen hätten?”

“Herr Bär, jetzt versaust du mir aber meine Weihnachtsstimmung. Ich stimme dir zu, die Welt ist derzeit nicht schön, und du hast Recht, Weihnachten würde es wahrscheinlich nicht geben, wenn es da vor ein paar Tausend Jahren nicht den Stall gegeben hätte, in dem Josef und Maria untergekommen wären, aber wenn du diesen Menschen helfen willst, solltest du dann nicht auch ein wenig Hoffnung im Herzen tragen? Immerhin ist das Weihnachtsfest ja auch das Fest der Hoffnung. Wenn du diese Hoffnung nicht mehr im Herzen hast, wie soll die Welt dann besser werden? Außerdem solltest du vielleicht auch daran denken, dass du die Nächstenliebe selbst weitergeben kannst, du darfst sie nicht nur von anderen fordern. Nein, du kannst nicht allen Menschen helfen, dass geht nicht, aber du kannst einigen Helfen.”

“Aber wie?”

“Ach Bär, ich denke, du hast in den letzten Monaten soviel Fern gesehen. Viele Menschen wünschen sich einfach nur ein wenig Zeit und Hilfe. Es geht hier auch nicht nur um die Menschen, die aus ihrer Heimat geflüchtet sind, es geht auch um die Obdachlosen, die Weihnachten allein auf der Straße verbringen. Wenn du denen eine kleines Geschenk machst, eine warme Mahlzeit, ein warmes Getränk, einen Schoko-Weihnachtsmann oder eben etwas Zeit, dann bringst du diesen Menschen Freude und das ist es doch, wozu Weihnachten da ist, oder?”

“Ja, da hast du recht. Du Sven?”

“Ja”

“Können wir noch schnell so 200 Schoko-Weihnachtsmänner kaufen? Und vielleicht noch ein paar warme Socken? Und können wir ein wenig was für die Menschen kochen? Oh Sven, komm, lass uns ein wenig Freude in die Welt bringen und dann bekomme ich hoffentlich ein schönes Weihnachtsgeschenk von dir. Oh Sven, jetzt komme ich doch tatsächlich langsam in Weihnachtsstimmung.”

“Öhm Herr Bär, können es auch ein paar weniger Weihnachtsmänner sein? Und ähm …”

“Ja gut, dann holen wir nur 199 Weihnachtsmänner, aber darunter geht gar nichts!”

“Öhm, und wer soll das Bezahlen?”

“Na du natürlich …”

Weihnachtskranz

20ste Adventssocke Ja, die Welt ist nicht perfekt, aber lasst euch dadurch nicht die Weihnachtsstimmung kaputt machen. Und wenn ihr nicht in Weihnachtsstimmung seid, oder ihr Weihnachten generell ablehnt, dann ist das auch nicht so schlimm. Menschlichkeit, Nächstenliebe und Freude kann auch ohne Weihnachten weitergegeben werden, auch mit Kleinigkeiten, ein paar warmen Socken, eine warme Mahlzeit, einen Kaffee oder eben einer Stunde Zeit, um den Menschen zuzuhören. Feiert Weihnachten, genießt die Zeit mit der Familie und den Freunden und geht auch in euch, damit ihr ein wenig Besinnlichkeit findet.

Das nächste Türchen findet ihr hier, hier oder hier.

 

Herr Bär und die Plätzchen

Herr Bär und die Plätzchen

  • Sag mal Sven, ist Weihnachten nicht schon lange vorbei?
  • Ja Herr Bär, Weihnachten ist schon lange vorbei, warum fragst du?
  • Na wegen den Plätzchen, die hier auf deinem Tisch stehen.
  • Ja, die sind leider noch übrig geblieben.
  • Und du willst die jetzt alle essen?
  • Naja, zumindest ein paar davon.
  • Wolltest du nicht abnehmen?
  • Ja…
  • Und dann isst du Plätzchen?
  • Hatte ich vor.
  • Sicher?
  • Sag mal Herr Bär, willst du etwa die ganzen Plätzchen essen?
  • Ja, ich würde mich für dich opfern und die ganzen Kalorientierchen für dich vernichten!
Das schlechte Gewissen

Das schlechte Gewissen

 

  • Sag mal Sven, wolltest du nicht lernen?
  • Wie soll ich denn lernen, wenn du, Herr Bär, auf meinen Unterlagen sitzt?
  • Jetzt hör hier mal auf mit deinen Ausreden, ich bin gerade erst hier herauf geklettert. Und ich habe gesehen, was du gemacht hast – gelernt hast du auf jeden Fall nicht.
  • Okay, okay Herr Bär, hast ja recht…
  • Also wolltest du nun lernen?
  • Eigentlich schon…
  • Und warum machst du das nicht?
  • Nun, ich bin wohl eben etwas abgelenkt wurden…
  • Das ist ja schon wieder eine Ausrede!
  • Okay, hast ja recht, ich habe mich wieder ablenken lassen.
Herr Bär im Hexengarten

Herr Bär im Hexengarten


  • Herr Bär: „Sven, warum heißt der Hexengarten eigentlich Hexengarten?“
  • Sven: „Nun, in diesem Garten befinden sich Kräuter und Pflanzen, mit denen die Frauen früher Heilmittel und Gifte hergestellt haben. Mit den Giften haben sie dann ihre Männer getötet oder krankgemacht, weil diese zum Beispiel nicht treu waren.“
  •  Herr Bär: „Aber Hexen sind doch Frauen, die zaubern können und die auf einen Besen durch die Nacht fliegen.“
  • Sven: „Ja schon, aber hier sind wohl eher die Frauen gemeint, die ihre Männer mit Hilfe dieser Kräuter verhext haben. Wie schon gesagt, einige davon sind giftig, andere hingegen können als Heilmittel genutzt werden. Und da die Menschen damals noch nicht verstanden wie das funktioniert, haben sie halt gedacht, dass da Hexerei dahinter steckt. Heute wissen die Menschen natürlich einiges mehr, obwohl viele die Wirkung der verschiedenen Pflanzen vergessen haben.“
  •  Herr Bär: „Du redest immer von giftigen Pflanzen, willst du sagen, dass ich hier zwischen giftigen Pflanzen sitze?“
  • Sven: „Das müsste ich jetzt erst nachlesen, aber es könnte durchaus sein. Du solltest also lieber nicht auf den Blättern herumkauen.“
  •  Herr Bär: „Wahhh… hol mich sofort raus aus dieser grünen Hölle!“

Das Foto gehört zum Projekt52/2011. Das Thema: „Die grüne Hölle“