Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Deutschland im Jahre 2010. Die Regierung macht eine sozial kalte Politik. Der Ver.de-Chef ruft nach einem Generalstreik und der CDU Generalsekretär erklärt dieser Forderung eine Absage, weil es in der heutigen Zeit dieses Mittel des Klassenkampfes nicht mehr bräuchte.

Aber schauen wir erst einmal nach Frankreich, wo die Menschen auf die Straße gehen dürfen, wenn die Regierung nicht das macht, was sie soll. Ist dies Klassenkampf? Eher nicht, viel mehr ist es Ausdruck des politischen Willens der Bevölkerung. Sie lässt sich nicht auf die Wahlen beschränken, mit welchen sie die Politik abstrafen kann, sondern steuert auch schon vorher entgegen. Sicher tun diese Maßnahmen weh und mit Sicherheit schädigen sie auch die Wirtschaft im Land, aber wie soll der Bürger sonst seinen Unmut über die Politik kundtun? Wie soll man druck machen, wenn man nicht diese Mittel einsetzt, wenn es den Politikern und ihrer stärksten Lobby, der Wirtschaft, nicht wehtut?

Oder sehen wir nach Griechenland. Das Land ist eigentlich pleite und doch nehmen die Bürger keine Rücksicht auf die Wirtschaft, sie versuchen ihre Interessen durchzusetzen und machen das auch mit Generalstreiks.

Nur wir Deutschen dürfen das nicht. Es könnte ja unsere Wirtschaft schädigen, könnte Arbeitsplätze gefährden und außerdem ist die Politik doch gut, welche die CDU/CSU+Wirtschaftslobby machen.

Aber darum ging es jetzt eigentlich nicht. Mich interessiert vielmehr, was ihr von diesem Thema haltet. Sollte der Generalstreik als politisches Mittel wieder erlaubt werden? Wäre es auch in Deutschland ein Mittel, um wieder Druck auf die Politik auszuüben und diese einmal dazu zu bewegen, wieder Politik für den Bürger zu machen, und nicht nur für die Wirtschaft?