Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Cover #Ebookfuerfluechtlinge von Amazon

Amazon-Partnerlink

Es ist da! Das #ebookfuerfluechtlinge kann jetzt, zumindest bei Amazon, gekauft werden – für 2,99 Euro. In den nächsten Tagen ist es sicher auch in den anderen E-Book-Stores erhältlich, also auch in dem, in den ihr euch eure E-Books kauft, also haltet die Augen auf und kauft das E-Book.

Ihr wisst gar nicht, wovon ihr hier eigentlich rede? Vor ein paar Wochen machte ich den Vorschlag, dass wir im Rahmen der Aktion #BloggerfuerFluechtlinge doch auch ein E-Book erstellen könnten, dessen Erlöse dann zu hundert Prozent den geflüchteten Menschen zu Gute kommen. Diese Idee hat sich dann Ines von @DieHöragenten geschnappt und das Ergebnis ist jetzt im Handel erhältlich.

Mein Dank geht hier an die 13 Autoren, die ihre Kurzgeschichten für diese Projekt kostenlos zur Verfügung gestellt haben, er geht aber auch an Ines, die mit dem Projekt die meiste Arbeit hatte und im Hintergrund ihre Kontakte hat spielen lassen, damit das E-Book zum E-Book wird. Ich finde das Klasse und nun lasst uns den Weg noch weiter gehen und das E-Book bei Amazon und in all den anderen E-Book-Stores unter die Top100 bringen. Vielleicht schaffen wir auch den ersten Platz – dafür müssen wir aber soviel Werbung wie möglich für das Buch machen und Bewertungen in den E-Book-Stores sind auch immer wichtig – und hier meine ich ehrliche Bewertungen, alles andere würde nämlich genau das Gegenteil bewirken.

Also los, lasst es uns rocken. Es wird jetzt übrigens Winter, da ist jeder Cent, der den geflüchteten Menschen zur Verfügung steht, wichtig werden. Das die Politik das nicht schafft, beweist sie derzeit täglich.

Weitere Stores:

 

 

 

Hach, die letzten Tage habe ich viel gearbeitet. Umso mehr freue ich mich, dass sich unter dem Hashtag #BloggerfuerFluechtlinge inzwischen Blogger gefunden haben, die sich dem Thema Flucht stellen und sich mit geflüchteten Menschen beschäftigen. Viel mehr noch, über Betterplace haben diese Blogger eine Sammlung gestartet und schon über 10.000,- Euro eingesammelt. KLASSE.

Vierhundert versunkene Träume

 

Nun kam mir die Idee, dass wir auch ein E-Book gestalten könnten, dessen Erlöse dann komplett für geflüchtete Menschen verwendet werden. Die Idee kam mir, weil ich vor einiger Zeit ein paar kurze Geschichten zu dem Thema geschrieben habe, die hier auch im Blog zu finden sind. Eine davon hatte den Titel “Vierhundert versunkene Träume”, der sich auch gut als Titel für das E-Book eignen würde. Nur, die paar Geschichten, die ich zum Thema geschrieben habe, reichen natürlich noch nicht für ein E-Book, und deswegen dachte ich mir, dass das eine Geschichtensammlung wird, zu der jeder Blogger seine Geschichte beisteuern kann. Es müssen ja nicht vierhundert Geschichten sein, aber wenn sich einige Blogger finden, dann könnte eine schöne Sammlung zusammenkommen.

Ich habe natürlich keine Ahnung, wie das mit dem Verkauf dann funktioniert. Wobei ich damit nicht meine, wie es bei den verschiedenen E-Book-Shops hochgeladen wird, denn das funktioniert super einfach mit BookRix. Ich meine damit, wer als Verkäufer des E-Books eintritt. Wahrscheinlich müsste das ein Verein machen, damit die Einnahmen nicht in die Einkommenssteuererklärung müssen. Aber ich glaube, dafür würde sich sicher eine Lösung finden lassen.

Dann bliebe natürlich noch das Cover, dass gestaltet werden müsste. Aber ich will noch nicht über den zweiten Schritt nachdenken, bevor der erste Schritt getan ist. Und dieser erste Schritt ist, euch zu Fragen, was ihr von dieser Idee haltet. Ob ihr eventuell sogar mitmachen würdet, oder ob ihr die für totalen Unsinn haltet. Also traut euch und hinterlasst eure Meinung in den Kommentaren.

Update 26.08:

 

Nachdem ich gestern den Artikel hier spontan veröffentlicht habe, hat sich schon ein wenig was getan. Den Erstellung und den Vertrieb des E-Books würden die Höragenten übernehmen, die eventuell dann auch die Geschichten vertonen würden. Ich habe heute schon mit Ines von den Höragenten telefoniert und ich glaube, dass kann eine super Sache werden. Als Einsendeschluss für die kurzen Geschichten haben wir uns den 11.09.2015 gedacht. Danach würden wir gemeinsam die Geschichten sichten und den nächsten Schritt gehen.

Achso, die Geschichten müssen sich nicht unbedingt mit Flucht beschäftigen. Es können Liebesgeschichten sein, kleine Krimis oder Horror. Das sind natürlich nur Beispiele, lasst euch nicht einschränken in euren Ideen.

 

Seit einigen Jahren schreibe ich hier unregelmäßig über geflüchtete Menschen, ich schreibe nicht nur, ich kotze mich aus über die Menschenfeindliche Stimmung in unserem Land, darüber, dass wir vergessen, welche Verantwortung wir gegenüber den geflüchteten Menschen haben. Was mich in dieser Zeit immer irritiert hat, ist, dass die großen Blogs, also die, die eine sehr große Reichweite haben, meist über das Thema geschwiegen haben. Ich war erschüttert, wie wenige der großen Blogger sich für dieses Thema interessiert haben, wie viele lieber über Katzen gebloggt haben, oder über andere Dinge, die durchaus auch wichtig sind, die aber eben nichts gegen diese Menschenfeindlichkeit bewirkten, die sich in unserem Land breit macht.

Inzwischen brennen in Deutschland wieder Unterkünfte für geflüchtete Menschen. Geflüchtete Menschen werden in Deutschland mit Hass begrüßt, die Politiker geben diesem Hass Nahrung, indem sie abwertend von Wirtschaftsflüchtlingen reden, von Sozialschmarotzern, die nur unser Geld haben wollen. Es sind dieselben Politiker, die sich dann darüber wundern, dass die Mitte der Gesellschaft so rassistisch ist und die alles dafür tun, um die Stimmung gegenüber geflüchteten Menschen noch mehr aufzuheizen. Und was machen die großen Blogger? Sie machen nichts, sie schreiben weiter über Katzen und über Themen, die nichts gegen die Menschfeindlichkeit bewirken.

Warum? Ich verstehe dieses Schweigen nicht. Liegt es daran, dass diese Blogger angst davor haben, dass sie dadurch Leser verschrecken könnten? Fürchten sie, dass sie dadurch an Reichweite verlieren? Wenn ja, warum? Brauchen diese Blogger wirklich rassistische Leser? Bringen die mehr Geld?

Ich weiß es nicht! Ich weiß aber, dass ich es schrecklich finde, dass die großen Blogs kaum etwas zu diesem Thema schreiben. Sie hätten die Reichweite, sie könnten sich gegen den Rassismus stellen, der sich in der Gesellschaft eingenistet hat, sie könnten ein Zeichen setzen, doch sie nutzen diese Chance nicht. Sie schreiben nicht über die Menschen, die während ihrer Flucht ihr Leben verloren haben. Sie schreiben nichts über die Fluchtgründe, über das Elend, die Not, das Leid oder die Armut. Nichts über die Ausbeutung, über Kriege und Verfolgung. Sie schweigen darüber, vielleicht aus Angst davor, eine Position beziehen zu müssen.

Wenn ich mir überlege, wieoft ich auf Twitter schon geblockt wurde, weil ich darauf hingewiesen habe, dass ein Tweet ziemlich rassistisch war. Wenn ich mich an die Diskussionen erinnere , in denen ich am Ende persönlich angegriffen wurde, weil ich die geflüchteten Menschen verteidigt habe. Für meinen Blog war das wahrscheinlich nicht immer gut, aber hey, auf Arschlöcher kann ich gerne verzichten. Und wenn ich, weil ich meine Meinung vertrete, nur 10 Leser im Blog habe, dann ist das eben so. Wichtig ist doch, dass ich mich wohl fühle, dass ich zu meiner Meinung stehe, dass ich eine Position bezogen habe. Schweigen kann die Welt nicht verbessern. Blogger, die Position beziehen, die aufhören zu schweigen, können das. Große Blogs, die eine große Reichweite haben, können das noch mehr.

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann wäre das, dass die großen Blogger in Deutschland endlich Position beziehen. Gerne auch mit Katzencontent …

Blogs, die was zu sagen haben …