Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Seit Tagen versuche ich mich nun schon am Thema „Die großen Wahrheiten des Lebens“ vom Blogideekasten, finde aber weder einen Einstieg, noch fällt mir wirklich ein, was diese „Wahrheiten“ denn sein sollen. Ich habe es auch mit einem Brainstorming zum Thema versucht, aber auch dabei ist nicht viel rausgekommen.

brainstorming

Quelle Formular: schreibnudel.de

Sterben muss jeder!

 

Ich glaube, die einzige große Wahrheit ist, dass wirklich jeder von uns sterben muss. Am Ende wird jeder seinen letzten Atemzug machen und seine Augen für immer schließen. Am Ende wird jeder von Würmern gefressen, oder von den Flammen, wenn sich die Person für eine Feuerbestattung entscheidet. Am Ende wird aus unseren Überbleibseln etwas Neues entstehen, es sei denn, dass wir vorher von der Sonne verschlungen werden oder die Erde explodiert. Das Ende ist also die einzige große Wahrheit, die mir derzeit einfällt, doch dann wäre dieser Blogartikel doch irgendwie langweilig.

Die Lebenszeit jedes Menschen hat denselben Wert!

 

Auch wenn es in unserer Gesellschaft nicht wirklich auffällt, doch die Lebenszeit eines Menschen hat denselben Wert. Am Ende hat nämlich jeder nur ein Leben und die Unterschiede, die das kapitalistische System hervorruft, gibt es überhaupt nicht. Die Lebensstunde eines Managers ist nicht wertvoller als die Lebensstunde einer Reinigungskraft. Genauso wenig ist die Lebenszeit eines Profifußballers wertvoller als die eines Fußballers, der in einer Amateurliga spielt. Diese Erkenntnis sollte eine der größten Wahrheiten sein, ist es aber nicht.

Die Wahrheit ist doch, dass sich ein Manager für etwas Besseres hält. Die Wahrheit ist doch, dass die Lebenszeit unterschiedlich bewertet wird und das Leben in wertvoll und unnütz eingeteilt wird. Diese Einteilung gehört aber eigentlich zu den größten Lügen unserer Gesellschaft und sie führt dazu, dass wir keine wirklich demokratische Gesellschaft haben.

Chancenungleichheit

 

Daraus ergibt sich dann auch die große Wahrheit der Chancenungleichheit. Ist traurig, aber solange die Menschen nicht einmal erkennen, dass die Lebenszeit jedes Menschen denselben Wert hat, solange werden sie auch nicht erkennen, dass die Chancengleichheit wichtig ist. Und so wird es immer Menschen geben, die nie eine wirkliche Chance im Leben bekommen werden. Und weil das nicht schon schlimm genug ist, wird diesen Menschen auch jeweils immer ein individuelles Versagen vorgeworfen, obwohl sie gar nicht die Möglichkeit hatten, gegen diese Chancenlosigkeit irgendetwas zu tun.

Die großen Wahrheiten. Für jeden sind sie etwas anderes und doch wird es jedem schwerfallen, etwas über sie zu schreiben. Und was für den einen die großen Wahrheiten sind, sind für den anderen eher Banalitäten. Und so bleibt als einzige große Wahrheit tatsächlich nur der Tod.

Düfte! In der Natur gibt es viele verschiedene Düfte. Die einen empfinden wir als angenehm, die anderen eher nicht. Es gibt viele zusammengesetzte Düfte, die ich absolut Liebe und die ich am liebsten jeden Tag konsumieren würde, aber in vielen Fällen ist das nicht möglich und vielleicht ist es ja auch diese Seltenheit, die diese Düfte für mich zu etwas Besonderen machen.

Wald von Oben

Ein Morgen auf dem Dorf – als ich noch klein war…

 

Als ich noch klein war, war ich regelmäßig zu Besuch bei meiner Oma und meinem Opa in Mecklenburg-Vorpommern. Um genauer zu sein, in einem kleinen Dorf mit dem Namen Wietow. Damals gab es zum Frühstück immer viele frische Eier, natürlich von den eigenen Hühnern. Aber darum geht es hier gar nicht, hier geht es um etwa anderes, was ich früher dort sehr genossen habe. Den Geruch, der dort in den frühen Morgenstunden über dem Dorf lag. Diese Frische, die einen neuen Tag ankündigte und die alles zu unverbraucht erschienen lies. Ich weiß nicht, ob Menschen, die immer auf dem Dorf leben, diesen Geruch überhaupt wahrnehmen, aber als Stadtmensch – ich lebe ja schon mein ganzes Leben in Berlin – ist das immer wieder etwas Besonderes. Auf dem Dorf macht mir das frühe Aufstehen spaß, schon wegen dieser besonderen Luft am Morgen, diesen Mix verschiedener Düfte, den es so in der Stadt nicht gibt.

Pilze sammeln

 

Ein weiterer Duftmix, den wahrscheinlich jeder mag, findet sich im Wald. Auch hier ist es am Vormittag am schönsten und noch schöner wird es, wenn noch die Feuchtigkeit vorhanden ist. Da ich in Berlin lebe, ist auch ein Waldbesuch nichts Alltägliches, und so freue ich mich jedes Jahr wieder, wenn es in eines der Waldgebiete geht, die sich im Umland von Berlin befinden. Meistens ist das der Fall, wenn ich mich auf die Jagd nach Pilzen begebe, obwohl so ein Waldbesuch natürlich auch im Frühling und im Sommer eine dufte Angelegenheit ist.

Wahrscheinlich liebe ich diese Düfte so sehr, weil ich ein Stadtmensch bin und wahrscheinlich nehmen Menschen, die entweder auf dem Dorf leben oder in der Nähe von einem Wald, diese Düfte gar nicht mehr war, aber ich könnte nicht ohne sie leben. Ich weiß auch gar nicht, wie ich diese Düfte beschreiben soll, außer dass sie eine Frische und einen Optimismus ausstrahlen, die einfach jeder Mensch braucht.

Der Duft nach dem Regen

 

Aber auch in der Stadt gibt es durchaus Gerüche, die ich nicht missen möchte. Zum Beispiel der Geruch der Luft, den es nur nach einem Regenschauer gibt. Meist im Sommer, wenn dann noch die Wärme der Sonne dazukommt. Auch dieser Duft ist für mich nicht beschreibbar, aber auch er erweckt die Lebensgeister in mir.

Und davon bekomme ich Kopfschmerzen…

 

Düfte, die ich absolut nicht leiden kann, sind meist in Autos zu finden. Die Rede ist von diesen Duftbäumchen, von denen ich immer Kopfschmerzen bekomme. Aber es sind nicht nur die Duftöle in Autos, die mich zum verzweifeln bringen, sondern generell diese Duftsprays, die die Atmosphäre im Raum verbessern sollen. Bei mir verbessern diese Düfte überhaupt nichts, ganz im Gegenteil, ich bekomme davon regelmäßig Kopfschmerzen und als angenehm empfinde ich die Gerüche auch nicht. Dann ist es mir doch lieber, wenn im Frühling die Frühlingsluft in die Wohnung darf, im Sommer die Sommerluft und im Herbst die Herbstluft. Wahrscheinlich hätte ich auch nichts gegen die Winterluft, wenn die nicht meistens zu kalt wäre ;).

Die Inspiration zu diesem Artikel kommt vom Blogideekasten, der diesmal das Thema „Düfte“ hatte.

„Helden und Vorbilder“, so heißt das aktuelle Thema vom Blogideekasten. Ich habe zu Vorbildern und Helden ja schon zwei Artikel geschrieben und ich glaube, da gibt es nicht mehr viel zu ergänzen. Aber das soll nicht das Ende des Artikels sein, wäre ja auch langweilig. Ich schreibe jetzt einfach mal, was mir sonst noch so zum Thema einfällt. Lassen wir uns also überraschen, wo dieser Artikel hinführt ;).

Blume

Helden, dass müssen ja nicht immer die Menschen sein, zu denen man aufblickt. Es können auch die Menschen sein, die gar nicht auffallen, die aber dennoch Helden sind, weil sie noch nicht verzweifelt sind, weil sie ihr Leben immer noch Leben und es auch noch genießen. Obdachlose zum Beispiel, die, die sich noch nicht aufgegeben haben. Die, die aus ihrem Leben noch immer das Beste rausholen, obwohl sie schon viele Rückschläge hinnehmen mussten, obwohl sie vom Leben schon stark gezeichnet sind, die aber dennoch nicht aufgeben, die immer noch ein Licht sehen und weitermachen.

Sind wir doch ehrlich, wir beachten Obdachlose viel zu selten. Wir nehmen sie zwar war, gehen ihnen aber aus dem Weg, weil es uns unangenehm ist zu sehen, dass es soviel Armut in der Gesellschaft gibt. Und doch schaffen es die Obdachlosen zu überleben, obwohl sie ausgegrenzt sind und sich kaum jemand die Zeit nimmt, ihnen zuzuhören. Klar gibt es mal immer wieder Alibiveranstaltungen, mit denen Anteilnahme vorgespielt wird, bei denen dann noch ein wirksames Pressefoto herausspringt, aber wirklich Anteilnahme ist selten.

Und da wären wir bei den nächsten Helden. Bei den Menschen, die sich um die Schwächsten der Gesellschaft kümmern, die sich wirklich die Zeit für diese Menschen nehmen, die zuhören können und die das nicht nur machen, damit sie irgendwo in der Presse auftauchen. Diese Menschen könnten übrigens gute Vorbilder sein, aber das sind halt nicht die Idole, die wir uns gerne an die Wand hängen. Es sind die Vorbilder, die wir nicht wirklich wahrnehmen, obwohl sie wichtig wären, um die Gesellschaft generell etwas besser zu machen.

Dann gibt es da noch die Menschen, die durch ihre Krankheit oder Behinderung zu Helden werden. Auch diese Menschen müssen schwere Prüfungen überstehen, die ihnen das Leben stellt und dennoch genießen sie die Zeit, die sie auf dieser Erde haben. Sie kämpfen für die schönen Augenblicke im Leben, auch wenn dieser Kampf am ende nicht gewonnen werden kann. Wer könnte da schon ein größerer Held sein?

Oder die Menschen, die sich um die Pflege von kranken, behinderten oder älteren Menschen kümmern. Ich bin da ehrlich, ich könnte das nicht, ich bin da viel zu nah am Wasser gebaut und würde wohl jeden Abend heulen, weil ich die Schicksale zu nah an mich ranlassen würde. Auch diese Menschen sind Helden, obwohl sie von der Gesellschaft nicht wirklich so behandelt werden.

Ich könnte sicher noch viel mehr aufzählen, aber ich möchte den Artikel nicht zu lang werden lassen.