Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Spinne am Fenster

Irgendwo im Regenwald,
sitzt die Spinne Archibald,
irgendwo im Baum, ganz still,
weil sie Menschen fressen will.

Denn der Mensch, man glaubt es kaum,
raubt ihr ihren Lebensraum.
Fällt die Bäume, weil er’s kann,
die Natur zerbricht daran.

Doch die Spinne Archibald,
stoppt den Mensch‘ nun mit Gewalt.
Denn er braucht den Regenwald,
für ein schönes Leben halt.

Seine Freundin Magerit,
macht bei diesem Plan gleich mit.
Spannt die Netze überall,
wartet auf das Jagdsignal.

Denn auch Magerit die brauch‘,
hier im Regenwald nen Strauch.
Damit aus ihren Eiern dann,
der Nachwuchs ruhig schlüpfen kann.

Herbst

Wenn es Herbst wird.

Wenn es Herbst wird,
die ersten Haare grau sind,
und andere bereits ausgefallen.

Wenn es Herbst wird,
liegt noch der Winter vor uns.
Gemütliche Abende am Kamin,
zusammen mit Allen, die man liebt.
In Erinnerungen schwelgend,
bis man sanft einschläft,
und im Frühling wieder erwacht.

Wenn es Herbst wird,
liegen hinter uns schon viele Erinnerungen.
Der Frühling ist schon lange vorbei,
und der Sommer beschert uns noch ein paar schöne Tage.
Bäume bringen ihre Früchte hervor,
Blumen blühen in ihren schönsten Farben,
und einige verblühen bereits.

Wenn es Herbst wird,
wird das Laub der Bäume bunt.
Tiere bereiten sich auf den Winter vor,
Laub fällt von den Bäumen,
Trauben werden reif,
das Alte bereitet das neue vor.

Wenn es Herbst wird,
gibt es noch viel,
was es zu genießen gibt.

Merken

Ich wollte doch nur Gedichte schreiben,
wollte Gefühle aneinander reiben.
Ich wollte doch nur Geschichten erzählen;
wollte meine eigenen Welten auswählen.

Hier mal ein älteres Gedicht von mir. Tonqualität ist nicht so gut, aber ich suche noch nach einem Programm für Linux, mit dem ich die Tonspur bearbeiten kann und mit dem ich das Rauschen heraus Filtern kann. Freue mich aber über eure Bewertungen und schreibt mir in den Kommentaren, ob ich solche Videos öfter erstellen soll. Jetzt gehts aber los 😉 :

 

Du läufst durch die Welt,
hast kein Glück, hast kein Geld.
Versuchst zu verstehn,
doch die Jahre vergehn.
Fragst dich, wo die Zeit geblieben ist,
und warum du immer noch alleine bist.

Und nun sitzt du hier, auf einem kalten Stein,
fühlst dich dreckig, verlassen und klein.
Fragst dich nach dem, was Leben ist,
und wunderst dich, dass du voll mit Fragen bist.

Auf der Suche nach Liebe bist du rumgerannt,
hast dabei viele Jahre deines Lebens verbrannt.
Fühlst dich nicht mehr wohl in deiner Haut,
fühlst dich sinnlos, fühlst dich verbraucht.
Würdest gern mit beiden Beinen im Leben stehn,
doch du kannst das Leben gar nicht verstehen.

Und nun sitzt du hier, auf einem kalten Stein,
schaust in das Leben der anderen rein.
Verstehst nicht, warum du nicht Leben kannst,
und warum du nie der Traurigkeit entrannst.

Gefunden hast du die Liebe nie,
da war nie die Richtige, da war nie Sie.
Und darum sitzt du traurig da und denkst,
warum die Welt immer noch am Himmel hängt.

Wenn ich Sarah wär, würde ich Gedichte über Frauen schreiben.
Ich würde Aktion-Mensch-Aktivisten in die Enge treiben.
Ich würde über beide Ohren strahlen,
und mit meinem Freund Daniel prahlen.
Wenn ich Sarah wär, würd‘ ich sagen, was ich sagen will.
Wenn ich Sarah wär, wär ich garantiert nicht still.

Wenn ich Daniel wär, würde ich duch H-Town jagen.
Würde mein H-Town-Gedicht beim Poetry-Slam aufsagen.
Ich würde den ganzen Tag die Sarah ansehen,
und wär sie nicht da, würde ich vor Sehnsucht am Fenster stehen.
Wenn ich Daniel wär, wär ich der glücklichste Mensch auf Erden,
ich würde garantiert nicht einsam sterben.

Wär ich ich, was ich ja nun einmal bin,
war in mir weder Daniel noch Sarah drin.
Wenn ich ich wär, würd ich hier vorne stehn,
würde ängstlich in die Runde sehn,
und wär stumm…

Das war einfach mal ein Versuch, der mir bei einem Poetry-Slam eingefallen ist. Da sind Daniel und Sarah übrigens meisten die Veranstalter, sodass es sich nicht um fiktive Personen handelt. Natürlich kenne ich die beiden eigentlich gar nicht, also ist das Gedicht selbst schon fiktiv.

Tasse Cappucino mit Herz

Ich wollte nur mal Danke sagen,
für die Kraft an Regentagen.
Immer wenn ich Müde war,
warst du mir als Hilfe da.

Vieles wär schwer ohne dich
also bleib – verlass mich nicht.
Brauche dich den ganzen Tag,
weshalb ich dich auch so mag.

Cappuccino und Tee gibst du mir,
darum Tasse, dank ich dir.

Du stehst im Büro, den ganzen Tag.
Bist meistens belegt, obwohl dich keine mag.
Rollen kannst du und bist bequem,
doch eigentlich möchte dich keiner sehn.

Am schlimmsten ist es am Montag,
das ist für dich kein Schontag,
wirst getreten und gedreht,
weil du nie richtig stehst.

Viele Pupsen dich an,
weil man das machen kann.
Merkt ja keiner, nur du,
nur dir hört keiner zu.

Respekt hat vor dir keiner,
dabei bist ’nen ganz Feiner.
Doch eins sag ich jetzt dir,
Bürostuhl du gefällst mir.

Ich schreibe ja ab und an mal ein Gedicht. Dabei geschieht es auch, dass ein Gedicht gut anfängt, dann aber ins Leere verläuft. Ich speichere diese Gedichte dann meistens ab und versuche diese zu einem späteren Zeitpunkt zu beenden. Beim Folgenden war es genauso, leider habe ich bis heute kein wirkliches Ende gefunden.

 

Weißt du, wer ich bin?

Ich bin groß und doch klein,
ich bin lieb, doch gemein.
Bin kein Mann, bin ein Kind,
bin so still, wie der Wind.

Ich bin schlau und auch dumm,
ich bin alt und auch jung.
Bin oft leise, meist laut,
bin der, der sich nicht traut.

 

Ich bin langsam und schnell,
ich bin dunkel und hell,
ich bin warm und doch kalt,
biete niemanden halt.

 

Weißt du, wer ich bin?

 

Es könnte auch sein, dass ich die erste Strophe inzwischen schon woanders verwendet habe, so sicher weiß ich das nicht, denn der Anfang ist schon ziemlich alt. Jedenfalls werde ich das Gedicht jetzt nicht mehr weiter schreiben, weil mir einfach nicht einfällt, wie man es beenden kann.

Ich bin gelaufen!
Gelaufen über Wiesen aus Snickers-Gras und Mars-Farnen,
Gelaufen durch Wälder aus Bierdosen-Bäumen,
Gelaufen und fast gestolpert über Starbrucks-Steinen.

Mir fehlten die blauen Blumen aus dem letzten Jahr,
die Haselnussbäume, die für einen Parkplatz weichen mussten.
Das grüne Gras unter dem neuen Einkaufszentrum.

Ich genieße die Natur, die es noch gibt,
die frische Luft, wenn sie nicht gerade verpestet wird.
Ich laufe und laufe, wundere mich, warum der Mensch,
der die Schönheit liebt, die Natur nicht achtet.

Ich bin gelaufen!
Gelaufen über Wiesen aus Snickers-Gras und Mars-Farnen,
Gelaufen durch Wälder aus Bierdosen-Bäumen,
Gelaufen und fast gestolpert über Starbrucks-Steinen.