Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

EichhörnchenEs war einmal ein Eichhörnchen, welches sich auf die Reise in ein fremdes Land begab. Als es langsam auf den Winter zuging, machte sich das Eichhörnchen auf die Suche nach einem geeigneten Baum, um dort seine Nester zu bauen.

Eichhörnchen haben mehrere Nester, da sie öfter kleine Untermieter bekommen. Diese Untermieter mag das Eichhörnchen natürlich nicht, weswegen es dann auch zwischen den Nestern wechselt, wenn diese Untermieter zu Besuch kommen.

Als das Eichhörnchen einen Passenden, wenn auch unbekannten, Baum gefunden hatte, begann es sofort mit dem Nestbau. Das Eichhörnchen wusste ja nicht, welches Wetter es zu erwarten hat, da es neu war in diesem Land. Somit wusste das Eichhörnchen natürlich auch nicht, ob die Winter hier sehr kalt sind, oder ob es einen eher milden Winter erwarten dürfte.

Während das Eichhörnchen Material suchte, um seine Nester zu bauen, probierte es auch hier und da die unbekannten Früchte, die es überall fand – natürlich erst, nachdem es andere Tiere gefragt hatte, ob diese Früchte giftig wären. Die meisten Früchte schmeckten den Eichhörnchen nicht wirklich, weswegen es sich entschied, seinen Wintervorrat nur mit bekannten Früchten aufzubauen, welche das Eichhörnchen auch schon gefunden hatte.

Am Abend hatte das Eichhörnchen die ersten beiden Nester fertig und entschloss sich, sich einen gemütlichen Abend zu gönnen. Dazu sammelte es ein paar bekannte Früchte ein und auch eine rote Frucht, die es erst vor einer halben Stunde gefunden hatte und die ihm von anderen Tieren empfohlen wurde. Es hatte die Frucht auch schon probiert und empfand den Geschmack sehr wohltuend, weswegen es diese Frucht für die erste Nacht in seinen neuen Nestern unbedingt auch haben wollte.

Als das Eichhörnchen mit dem Sammeln fertig war, begab es sich in eines seiner zwei neuen Nester und begann damit, sich einen Früchtesalat zuzubereiten. Mit diesem legte es sich gemütlich in das andere Nest und mampfte den gesamten Früchtesalat auf. Danach wurde das Eichhörnchen ziemlich müde, worüber das Eichhörnchen schon verwundert war. Es machte sich aber keine Sorgen, sondern dachte sich, dass das auf die schwere Arbeit zurückzuführen ist, welche das Eichhörnchen am Tag geleistet hatte.

Mitten in der Nacht wachte das Eichhörnchen aber auf einmal auf. Es fühlte sich so komisch, so locker und leicht. Und obwohl es wusste, dass es ein Eichhörnchen ist, dachte es, dass es ein Flughörnchen ist, und es fühlte den Zwang, dass es sofort durch die Gegend fliegen müsste. So begab sich das Eichhörnchen aus seinem Nest, setzte sich auf einen Ast, breitete die Arme aus und sprang ab.

Natürlich konnte das Eichhörnchen nicht fliegen, und so landete es sehr unsanft auf dem Waldboden. Es sah einige andere nachtaktive Tiere, die sich über das Eichhörnchen lustig machten, und es war auch selbst ziemlich verwirrt. Nachdem es sich kurz in alle Richtungen umgeschaut hatte, entschloss das Eichhörnchen sich wieder in sein Nest zu legen und zu schlafen.

Am nächsten Tag wurde das Eichhörnchen von einem anderen Nager geweckt. Das Eichhörnchen hatte Kopfschmerzen und war immer noch verwirrt über das, was es in der Nacht gemacht hatte. Der andere Nager fragte, ob das Eichhörnchen von den roten Früchten gegessen hätte, was das Eichhörnchen bestätigte. Darauf hin erzählte der Nager, dass die Frucht zwar nicht giftig ist, es sich aber um eine Droge handelt, welche bei jedem Tier anders wirkt. Einige Tiere bekommen Alpträume davon, andere werden ziemlich locker und erleben einen sehr angenehmen Tag. Das Eichhörnchen sollte sich also keine größeren Gedanken mehr über die vergangene Nacht machen. Außerdem sollte es die roten Früchte am besten nicht mehr essen, auch wenn sie durchaus lecker sind. Das Eichhörnchen bedankte sich für die Info und machte sich danach sofort wieder daran, noch zwei weitere Nester zu bauen. Außerdem sammelte es viele bekannte Früchte, um seinen Wintervorrat aufzubauen – um die roten Früchte machte das Eichhörnchen aber einen großen Bogen, obwohl sie schon ziemlich lecker waren.

Diese Geschichte entstand aus der Frage, welche von der Schreibnudel gestellt wurde: „Warum ist das Eichhörnchen vom Baum gefallen?





2 Comments

  1. Alex (186 comments)
    07:45 on Oktober 10th, 2012

    Na das ist doch mal eine Geschichte. Klein-Eichhörnchen auf Drogen unterwegs! 😉
    Hauptsache es ist nichts passiert und die Moral von der Geschicht: auch wenn andere sagen sollten, es wäre lecker… macht stets einen Bogen um die Drogen! Wow, auch noch gereimt! 😀

  2. berndrei (29 comments)
    21:55 on Oktober 15th, 2012

    Gib mal Deinem Eichhörnchen nen Tip, wo es leckere Wiesen-Champignons gibt, Du weißt ja wo 😉

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